SIA

Sia. Sia heißt eigentlich Sia Kate Isobelle Furler, kommt aus Australien und macht schöne pop-soulige Musik gepaart mit künstlerischen Videos. In ihren Videos konzentriert sie sich auf witzige Details und überraschende Ideen. In ‚Buttons‘ entstellt sie ihr Gesicht mit Klebeband und Nylon-Strümpfen, ‚Breathe Me‚ dagegen ist ein Stop-Motion-Video bestehend aus Bildern von Polairod-Fotos und im oben eingebetteten Video ‚Soon We’ll Be Found‘ singt sie und spricht Gebärdensprache zugleich. Was sie aber wirklich auszeichnet ist ihre bunte (kindliche) Art. Nicht ganz so kindisch und verträumt wie Björk, aber dennoch eine andere Welt. Ihre Webseite ist ein tolles Zeugnis dessen: Da kann man Sia witzige Kleider anziehen und verrückt tanzen lassen. Mal wieder Kindsein.

Sia (Sia Kate Isobelle Furler) is an Australian pop-singer and I love her voice and arty video-clips. Just take a look at her ‚Buttons‘-clip (absolutely gorgeous how strange a taped face can look like) or ‚Breathe Me‘: A very arty stop-motion-production. And of course ‚Soon We’ll Be Found‘. She has performed this song at Letterman, using sign language just like in her video-clip (see above). And please check her funny website: She’s a really cool dancer!

OHRENWOERTER I

Na, wer hat’s gesehen? Rechts in der Leiste findet Ihr seit einigen Tagen OHRENWOERTER – respektive Musik, die ich gerne höre. Am Freitag geht es übrigens auf eine Insel in Dänemark. Mit dem Auto. Und mir am Steuer. Das kann lustig werden.
Ah ja. Das ERPRESSUM
ist endlich aufgemotzt.

EDIT: Jemand muss mein Account gehackt haben, denn die Musik, die hier vorher eingebettet war, ist alles andere als eine Musik, die ich hören würde. Wie auch immer: Hier nun MEINE Musik! Ohren auf!

Today I will travel to an island in Denmark. I will be the driver (!) – that’s going to be fun! You can find music (or Earwords/Ohrenwoerter as I call them) in the menu-bar. Also I have updated the Erpressum (English version coming soon) EDIT: English version finally here!

EDIT: Creepy! I think somesillyperson has hacked my account as the music that was embedded before was NOT my music. Anyways: Here is an UPDATE with MINE! Enjoy!

DIE SACHE MIT DEM URLAUB

Ich mache das ja auch. Diese Urlaubssache.
Zu Hochmittelalterzeiten sagten Ritter Urloup, wenn sie nach Erlaubnis fragten, um in die Schlacht zu ziehen. Heute sagen wir Urlaub, wenn wir in die Schlacht ziehen. Ist doch so. Urlaub = Schlacht. Was bitte sollen denn die Reisen nach New York, London, Paris, Madrid, Barcelona, Istanbul, Mumbai, Kairo, Amsterdam, … in die reizüberflutenden Großstädte dieser Welt sonst sein?
Also machen wir uns nichts vor.
Zack Zack, Flash Flash, Tack Tack, Brumm Brumm.
Die Augen sind weit aufgerissen und der Mund auch ein bisschen. Die übergroße digitale Spiegelreflex-Kamera baumelt vor dem Bauch herum, der Körper müsste eigentlich nach vorne kippen, doch der dicke Rucksack zieht nach hinten. Stehaufmännchen-ähnlich steht er dann da. Der Mensch im Urlaub.Der Urlaub-Mensch ist aber nicht nur Stehaufmännchen, sondern auch Schwamm. Ein Monsterschwamm, der alles Wissen, alle Wörter und Reize absorbiert. Unaufhaltsam stampft er von Museum zu Museum und lichtet alles ab. Auch Michelangelos Deckengemälde im Vatikan – aber nur heimlich, da verboten. Alles: Die Mind-the-Gap-Bepinselung am Londoner Bahnsteigrand, die nichtvorhandene Lücke zwischen Pariser Stoßstangen, die gelben New Yorker Taxen und die müden Männer vor türkischen Cafes.Der schwamm-artige, stehaufmännische Urlaub-Mensch mit seinen starren Blicken lässt jede Mumie im Londoner National Museum einen zweiten Tod sterben.

Und er frisst. Frisst sich durch die Essenschlacht der Nationalgerichte.
Und er kauft. Dem Euro-Teuro-Prinzip Folge leistend kauft der Urlaub-Mensch ganze Einkaufstraßen auf. So viel wie nur geht, alles viel billiger hier.

Noch ist der Schwamm nicht voll. Ein bisschen Lifestyle muss her. Bisschen Einheimische kennenlernen hier, Konzert da und unaufgeregt, gelangweilt oder „von-den-blöden-Touris-genervt“ kucken. Auch Szene-Lokale, Insider-Restaurants und Underground-Bars wollen warmgesessen werden. Da gewesen sein. Das ist alles.

Stress.

Dieser Großstadtdschungelkampf ist Pseudo-Urlaub, das muss mal in die Köpfe. Spätestens dann, wenn man Zuhause ohne Umwege ins Bett fällt und den Tag durchpennt, ist klar: Urlaub ist was ganz anderes. Urlaub ist, was ich an diesem Wochenende anfangen werde. (Nach zwei Pseudo-Urlauben bitter nötig)

Entspannt von Kopf bis Fuß unter der warmen Sonne liegen mit Büchern, die man schon immer lesen wollte, Bildern, die man schon immer zeichnen wollte, Fotos, die man schon immer machen wollte, Wörtern, die man schon immer schreiben wollte. Ein Urlaub für den Kopf, den Körper und für die Sinne.

Ein Urlaub, der mich schon beim Schreiben ins Schwärmen bringt und entspannt. Das, meine Lieben, ist Urlaub.

Davon sollten wir uns öfters mal was gönnen. So haben wir genug Energie für den nächsten Pseudo-Urlaub, der einfach zu viel Spaß macht, als dass man ihn aufgeben könnte.

Dieser Song ist übrigens wie ein Kurzurlaub: Einfach mal Augen schließen und anhören.

The Pied Piper by Yoriyos.

ARABISCHE ROCKBAND: ACCOLADE

Oh, es gibt eine saudi-arabische Mädchen-Rockband. Sie heißt AccoLade (Anspielung auf ein Gemälde von Edmund Blair Leighton, auf dem eine Frau einen vor ihr knienden Mann zum Ritter schlägt) und haben ein MySpace-Account. Viel weiß man nicht über die Mädchen, nur: Sie sind 19 bis 21 Jahre alt, studieren und wollen vorerst unerkannt bleiben. Bin sehr gespannt! NYT schrieb schon was und die SZ auch. Auf ihrer MySpace-Seite erfahren sie viel Unterstützung („go ahead!“, „Music is the art that unites the Earth“), aber auch Skepsis und Überraschung („You’re Saudi girls…the country of islam …. does it soot on you people???“).

WURMTEILUNG

Eric Clapton: Die Mama ist die Schwester. Musikempfehlung.
Ein bisschen in der Vergangenheit herumschwelgen tut gut. Heute hörte ich im Radio das Lied „Layla“ von Eric Clapton. Lange, lange hatte ich keine Lieder mehr von ihm gehört.
So will ich meinen heutigen Ohrwurm mit euch teilen.
Ein tolles Lied!

Übrigens, das wusste ich nicht: Eric Clapton wurde als uneheliches Kind geboren. Seine Mutter war bei der Geburt 16 und sein Vater ein 24-jähriger Soldat aus Kanada, der in England stationiert war. Zu seiner Geburt war sein Vater schon lange wieder zurück in Kanada. So wuchs er bei seinen Großeltern auf – im Glauben, seine Großeltern seien seine Eltern und seine Mutter seine ältere Schwester. Erst mit 9 Jahren, als seine Mutter, die inzwischen einen anderen Kanadischen Soldaten geheiratet hatte und einen 6 Jahre alten Sohn hatte, zu Besuch nach England kam, erfuhr er von seiner Vergangenheit. Wow. Das klingt schwer nach Bollywood.

KÄSEKUCHEN

Von Käsekuchen über Mr. T zu Mr. Jackson.


Wanne hat uns erpresst: Nur wer im 80er-Jahre-Stil verkleidet zu ihrem 21. Geburtstag kam, würde auch Käsekuchen bekommen. Da wir allesamt käsekuchensüchtig sind, beugten wir uns Wannes Bedingung. Auf der Suche nach 80er-Fashion-Tipps googlete, wikipediate und youtubete ich.

So stieß ich auf Mr. T, den muskulösen Afro-Amerikaner mit dem Iro, dreimillionen Goldketten am Hals, ärmellosem Sweatshirt und Schmuck an Fingern und Handgelenk. Mr. T sollten die in den 90ern Sozialisierten unter uns aus mehr oder weniger unterhalten amerikanischen Filmen kennen oder der Serie „A-Team“ (als B.A. = „Bad Attitude“).

Hier sind Mr.Ts Fashion-Tipps (bzw. die von „Xena and Zena“ und Marta und….):


Die 80er waren komische Fernsehjahre. Das beweist die Existenz des folgenden Videos. „Dancin‘ Kim“ von „Totally Rad Dances“ möchte uns zu lauter Jacksons aka. Zombies machen.


„Thriller“ Michael Jackson in sieben Schritten

1. Rights out
2. Lefts out
3. Zombie stomp
4. Zombie stomp back
5. Zombie claws up
6. Zombie march across
7. Swing claws

„Euphorisch“ und im Detail zeigt uns Dancin‘ Kim die Schritte in ihrem Video.


Allerdings hat die liebe Kim das Allergrundlegendste vergessen: Das Auf-den-Kopf-Fallen. Ohne eine Gehirnerschütterung wird man sich niemals so „zombie“-like und toll bewegen können wie Kim – geschweige denn Mr. Jackson.

So viel zu den 80ern. Ohne Wannes Käsekuchen gäbe es diesen Post nicht und wir hätten nie so 80er-schick ausgesehen. Dafür danke liebste Wanne und noch mal: Herzlichen Glückwunsch!