SOMETIMES UNLESS

Sometimes, to your surprise, black becomes white.
Sometimes it is you that has changed and not the world.
Sometimes your heart is that does not see beauty.

Sometimes, to your surprise, white becomes black.
Sometimes it is the world that has changed and you are who has stayed the old, the same.
Sometimes your mind is that does not see beauty.

Sometimes seems so meaningless
- unless Always and Never leave you.

drawing (by me) inspired by paolo viviani.

PICTURES ARE EMOTIONS IN COLORS AND PATTERNS. TUNIS.












I had stopped taking pictures for a long time. Behind the lense I felt I was watching the world through a blurry window, not being able to feel, smell and sense its real beauty. Pictures had no memories anymore, no emotions. They could’ve had been taken by anyone. It wasn’t personal. It wasn’t my moment.

I want to take pictures for myself – not for others to admire and envy an experience I never had. A picture without emotions is like a book on your shelf you’ve never read.

I want to take pictures for myself. When I look at them, I want to close my eyes and dive into a sea of colors and emotions – sense the moment again.

Now, sometimes when I feel that a moment is worth being remembered, worth being thought of again, my camera says “click”. And I go home knowing my camera is carrying treasures.

This week I was in Tunis for a conference (YMS). My stay was full of wonderful events, people, sights and moments. And today when I had a look at my treasures, I took another trip to this beautiful city. Come with me if you like. Feel with me.

BEAUTY (&) RACE – DOCUMENTARY COLLECTION

dark girls

shadeism

double happiness

한 hahn
(insights to a planned and not yet produced documentary on education and competition in korea – but also discussing the ideals of beauty in korean society)

western eyes

make me white
(this a clip made for (one of my favourites) a very impressive documentary on skin bleaching in asian communities, mainly in britain. however i couldn’t find the documentary “make me white” anywhere available online – but only this video.)

edit:

good hair (ft. chris rock) (thanks to “anonymous” for the tip)

Further reading: The Domination of Fair Skin: Skin Whitening, Indian Women and Public Health (pdf) (Thanks to Filiz!)

PACER

Am Wochenende waren wir auf der Brick Lane (meiner absoluten Lieblingsstrasse in London), da trafen wir diese beiden netten Menschen im Schaufenster eines Ladens. Hört euch ihre Musik auf myspace.com/pacerpages an.

I’ve been on Brick Lane this weekend – my favorite street in London and we met these two musicians singing behind a shop window. Listen to them on myspace.com/pacerpages.

FASTENBRUCH #3

Bevor es am Dienstag gemeinsam mit meiner Schwester in ferne Länder am Herzen der Erde geht, setze ich die Iftar-Tagebuch-Reihe fort. Wie hier schon gestanden habe ich mehrmals das Essenfotografieren verdaddelt. Selbstverständlich gehe ich gleich in die Ecke um mich zu schämen.

Tag #7

Heute brechen wir das Fasten in einem beliebten türkischen Restaurant im Hamburger Stadtteil Altona. Anlass ist der Abschied einer Freundin, die zum Studieren nach Hannover zieht. Baibai Ebru!

Tag #8

Home sweet home. Ich lerne: Während des Fastenmonats ist man immer irgendwie irgendwo eingeladen. Daher lohnt sich das große Kochen für die Familie nicht. Es bleibt immer jede Menge Essen übrig, das anderzeiten im Laufe des nächsten Tages irgendwie verschwindet – während der Fastenzeit aber bleibt das Essen übrig. Und übrig. Und übrig.

Tag #9

Wir feiern meine kleine Cousine!

Tag #10

Meine Mutter hat eine alte Tischdecke rausgekramt. Zur Abwechslung. Die Anti-Fleckenmonster-Tischdecke.

Tag #11
Nochmal Anti-Fleckenmonster-Tischdecke. Wir beschließen: Sie kommt weg, für immer.

Tag #12

Meine liebste S. hat Geburtstag und lädt so viele Mädchen ein, dass wir zwei große Tische und schalldichte Wände (ergo: taube Nachbarn) brauchen. Obwohl ich erfolgreich von allem probiere, bleibt ganz viel vom leckeren Essen übrig. Bei türkischen Gastgebern bedeutet dies: Ein bisschen Essen an die Nachbarn und ein bisschen sehr viel eingepacktes Essen beim Verabschieden an die Gäste.

Tag #13

Wir sind freiwillig in der Uni-Mensa. Grund: Die Islamische Hochschulgemeinde (IHG) lädt zum Iftar ein. Es ist wie immer voll, das Essen ist trotz Plastikteller lecker und ich treffe viele vertraute Gesichter.

Tag #14

Vor lauter Kennenlernen und Smalltalken vergaß ich es, das viele Essen zu fotografieren. Das Bündnis Islamischer Gemeinden (BIG) lädt heute – ganz chic – zum Iftar ein. Viele wichtige Menschen, ein tolles Programm und leckeres Essen. Ich lerne: Während des Fastenmonats findet man jedes Essen lecker, einfach des Essenseins wegen.
Übrigens: Der rote Punkt zwei Tische weiter, das bin ich.

Tag #15

Mein Iftar-Essen auf dem m100 Jugendworkshop besteht aus vielen belegten Brötchen, die Sabine für mich netterweise vor den anderen Teilnehmern rettete. Ich lerne (von Patricia): Wenn man vor dem Schlafen Käse isst, bekommt man Albträume.

Tag #16

Nach einem langen Tag, an dem wir mit vielen wichtigen Menschen diskutierten, essen wir in einem persischen Restaurant am Kottbusser Tor in Berlin. Alle bestellen tolles Essen, nur Letizia und ich nicht. Unser Essen ist grün, merkwürdig und riecht… anders. Tapfer esse ich auf. Denn siehe Lektion Tag #14: Im Fastenmonat ist alles lecker.

Tag #17

Aufregung. Heute ist die Abschlusspräsentation unseres m100 Jugendworkshops im Restaurant Hammer in Potsdam. Der Potsdamer Bürgermeister Jann Jakobs und andere wichtige Menschen sitzen im Publikum. Es ward ein lang-lustiger Abend mit Pantomime, Karaoke und Abschiedsszenen.
Mein Essen fotografierte übrigens Ania Morawiec, eine ganz lebenslustige Polin. Thanks alot, sweetie! :)

Tag #18

Woran ich merke, dass ich zu wenig Schlaf habe, gestresst und überarbeitet bin? An meiner Stimme. Die macht sich einfach auf und davon. Weil ich an diesem Abend ein Interview hatte, schwieg ich also den lieben langen Tag (von Potsdam nach Hamburg), um das Entkommen jener Stimme zu verhindern. Erfolgreich. Und beim Interviewessen, zu dem ich mich wegen einer verrückten Auto-Handbremsen-Aktion verspätete, vergaß ich das viele, viele pakistanische Essen zu fotografieren. Liebes Lieblings-Restaurant Balutschistan, verzeih mir. An diesem Abend habe ich Dich mit der Konkurrenz Balutschi betrogen (die übrigens gar nicht so schlecht ist, wie ich immer dachte).

Tag #19

Meine Stimme ist weg. Ich bin krank. Auch meine Nase läuft davon. Ohne Nase und Stimme sitze ich einsam vor dem Esstisch und schlürfe meine Suppe, weil meine Eltern mich zur Zwangsruhe verdonnert haben. Ich liebe euch.

Tag #20

Meine Papa und ich sind in London und suchen nach einer Wohnung. Die erste Wohnung ist toll. Dachte ich, als ich sie im Internet sah. In Wirklichkeit ist sie versifft, verschimmelt, stinkt und ist in einem Stadtteil, wo man als Frau nach 5 Uhr nicht allein auf die Straße sollte. Also geben wir die Internet-Fundwohnungen alle auf und verlassen uns nur noch auf Papas Londoner Freunde. Die beste Entscheidung des Tages. Am Abend essen wir zusammen mit einer koreanischen Familie bei Freunden meines Vaters. Sie machen uns Hoffnung. Ach ja, ich vergaß wieder ein Foto vom Essen zu machen. Tschuldigung.

Tag #21

Abenteuerlich, lebensgefährlich, wahnsinnig: Mein Vater ist auf so einem Geschäftsmänner-Essen, ich bekomme also den Mietwagen und fahre erstmals auf der linken (!) Straßenseite. Das war toll! Meine liebe Mona, die ich abholte und zum Iftar-Essen mit muslimischen Studentinnen fuhr, sah das ein wenig anders. Glaube ich.
Zum Essen nur so viel: Die Lasagne war d.e.l.i.c.i.o.u.s.

Tag #22

Solche Flüge liebe ich: Ein bisschen Essen, mit Nachbarn small-talken, einschlafen und ganz überrascht zehn Minuten vor der Landung aufwachen.

Tag #23

Mit Rabo und Disha lief ich durch durch die kulinarisch-köstlichen Geruchswolken auf dem Schanzenfest, danach zwangsweise durch ebenfalls kulinarisch-köstlichen Geruchswolken auf dem Interkulturellen Festival auf dem Uni-Gelände. Das war hart.

Familienessen im Stamm-Fisch-Restaurant meiner Eltern. Das Essen sieht nicht nur lecker aus, es ist es auch. Bis auf die Pilze natürlich (siehe Tag #2).

Tag #24

Selda Yenge, eine der besten Freundinnen meiner Mama, ist die allerbeste Köchin der Welt. Punkt. Nach meiner Oma, meiner Mama… .

Well, you don’t expect me to translate all of this, do you? Ok, for those non-German people I have mentioned:
Day #15:
What I’ve learned from Patricia: Don’t ever eat cheese before sleeping – you’ll have a nightare! Day #16: Letizia and I ordered the same strange food in the Persian restaurant. There was so much delicious food to choose, how did we manage choosing the only strange one? Day #17: Ania took this lovely picture. Thank you sweetie!

AENTSCHULDIGONG

Aentschuldigong (Sorry) for not updating my blog. Me busy-bee is beeing around the world in search for honey. Well, actually I’m in London right now, searching for a flat – this search turned out to be one of the most underestimated things in my life.
However there are some things I’d like to share with you. Like this interview with me published in Polish on Funkhaus Europa. And this interview I had with Mekonnen Mesghena, Head of Migration, Citizenship and Diversity department of the Heinrich Böll Stiftung in Germany – Very interesting interview about the importance of diversity in media! And before continuing my Ramadan Diary I have to admit: Shame on me! – I’m so bad in keeping a diary. I forgot to take picture three times by now. Argh. I hope it won’t get worse.
And the other thing I’d like to share with you: Check out orangelog.eu: Especially the articles, radio programms and videos by the participants of the m100 youth workshop last weekend in Potsdam! It was really great! Interesting, funny and lovely people from all over Europe! Thank you Sabine and Agnes for making this possible! And also many thanks to all the participants – I’ve learned so much from you (especially from East-Europe). And I hope to see you soon! Don’t forget: It’s all about context (


Bildcredit: Yannick Brusselmans

DES JAEGERS MAUER

Bildcredit: Textually

Für das Interview-Buch “Skandal! Die Macht öffentlicher Empörung” führte ich mit Jessica zusammen ein Interview mit Darrn Lyons, dem Mann, der Prinzessin Diana jagte. Heute erscheint das Interview in der Frankfurter Rundschau.

Als wir in der Londoner Paparazzi-Agentur Big Pictures auf Darryn Lyons warteten (über eine Stunde) und dann nun endlich für das Interview zu Gesicht bekamen, war ich sehr überrascht. Ja, sein Büro zugestellt mit Bildern und Preisen, imposanten Tierresten und einem riesigen Thron, aber er, Darryn Lyons, sah aus wie ein kleiner, frecher, unschuldiger Junge. Ganz anders als ich ihn erwartet hatte – ganz anders als er sich in den Medien inszeniert. Kein grober, protziger, skrupelloser und gieriger Paparazzi-Firmen-Inhaber, der für das Skandalfoto eines Prominenten alles geben würde – und alles verlangen würde:

Als Prinzessin Diana 1997 in einem Pariser Tunnel verunglückt, ist Lyons der Erste, der Fotos von der Verletzten erhält und auf dem Markt anbietet. Zwar werden die Bilder nie verkauft, trotzdem entbrennt eine Diskussion über die Moral und Funktion der Paparazzi. Obwohl bekannt ist, dass der Chauffeur betrunken war, halten sich bis heute Gerüchte, die Paparazzi seien schuld an ihrem Tod gewesen.

Und doch. Während wir das Interview führten, wurde mir mehr und mehr klar, dass er im Interviewgeben geübt ist. Er weiß, welchen moralischen Vorwurf man ihm macht, noch besser weiß er, wie er dagegen argumentieren, seine eigene – in sich plausible – Moralvorstellung präsentieren und sich damit aus dem Schneider machen kann. Den Interviewern gegenüber inszeniert er sich als kleiner Junge. Er bleibt unnahbar – in seinem persönlichen Moral-System, einer Mauer. Das, was uns empört, berührt ihn nicht. Und ich denke, das muss so sein. Alles andere wäre für eine öffentliche Person Selbstzerstörung. Ob das auch gut ist, ist eine andere Sache.

Das, was Sie als Hilfe bezeichnen, bedeutet aber, dass ein Prominenter dauernd befürchten muss, bei einer peinlichen oder gar intimen Handlung abgelichtet zu werden. Damit ist seine Intimität per se ungeschützt.

Darryn Lyons: Er darf sich in dieser Medienwelt nicht mehr alles erlauben, stimmt. Aber wo ist das Problem? Wirklich Angst haben muss ja nur derjenige, der Dreck am Stecken und etwas zu verbergen hat. Ich meine, dass Paparazzi eine wichtige Aufgabe haben, denn Menschen sollten fotografiert, Geschichte sollte so präzise wie irgendwie möglich dokumentiert werden. Alles, was wir tun, ist, die Kultur unserer Zeit festzuhalten. Niemand sollte einfach sagen können: “Keine Bilder mehr!”

Das ganze Interview, hier.

Jessica and I had an interview with Darryn Lyons, a paparazzo best known for the photo-scandal about Princess Diana who died in a car crash in Paris – rumours saying it was because paparazzo had chased her. However Dianas death had risen a discussion about media, moral and the role of paparazzi. As Darryn Lyons was the first to offer the accidents images to the media, the discussion was – among others – centered on him. The interview will be published in a German newspaper today. (It was originally published in this book)

FASTENBRUCH #2

Heute neigt sich die erste Fastenwoche dem Ende. Ich muss gestehen, es ist nicht einfach in diesem Jahr. Eine richtige Herausforderung. Die Sonne geht erst um ca. 20.30 Uhr vollständig unter. Bis dahin weder Essen noch Trinken, das war besonders am Montag hart, als der Tag um sieben Uhr morgens anfing und wir ihn unter der prallen Sonne Heidelbergs verbrachten. Doch kaum war die Sonne unter, nach zwei Gläsern Wasser war ich bereits satt (oder sitt?).

Tag #2
Meine Tante lud zum Essen ein. Es gab leckeres, türkisches Essen auf einem festlich dekorierten Tisch. Ich vergaß natürlich ein Foto zu machen, so müsst ihr euch mit dem herumgestocherten Essen auf dem Teller meines Cousins zufrieden geben. Dass es das Essen meines Cousins ist, erkennt ihr an den Champignons. Die würde ich nämlich freiwillig nie essen. Champignons sehen doch aus wie Nacktschnecken.

Tag #3
Tag 3 war knapp. Fast vergaß ich wieder ein Foto vom Essen zu machen. Meine Familie schaut mich mittlerweile merkwürdig an, wenn ich nach dem ersten Schluck Wasser aufspringe und mit dem Handy herumfuchtel. Jedenfalls aßen wir heute lecker Zuhause. Es gab wieder grüne Bohnen (ja, das ist typisch türkisch), Reis, Auberginen und Icli Köfte (Schwiegermutters Fleischbällchen).

Tag #4
Der besagte harte Montag. Wir waren den ganzen Tag im schönen Heidelberg unterwegs, schauten uns alles genauestens an, schließlich wird ab Oktober meine Schwester hier studieren. Am Abend lud uns eine sehr herzliche Oma zu sich zum Essen ein. Als wir ihr beim Tischdecken halfen, füllte sie Wasser in Krüge – Wasser aus einer Naturquelle (!) in Heidelberg. Ich hatte nur noch Augen für das Wasser: Nach zwei Gläsern war ich selig und zufrieden. (Vom Essen landete daher nur wenig in meinem Magen.)

Tag #5
Iftar im ICE. Am Nachmittag hatten wir uns eine Packung Donuts gekauft, die am Abend komischerweise auf eine Mini-Größe zusammengschrumpft war (Backfactory-Donuts bestehen anscheinend zu einem Großteil aus heißer Luft). Davon mal abgesehen, war es sehr schön: Wir hatten Kiwi, belegte Brötchen und heißen Kakao. Der Nachtisch war für ICE-Verhältnisse sehr üppig: Die Keks- und Bärentreff-Fruchtgummi-Packung teilten wir daher mit unseren Sitznachbarn. Mit wenig, fiel mir auf, ist man zufriedener. Man genießt das Essen. Hamdulillah.

Tag #6
Mittlerweile erinnert mich meine Familie daran, Fotos zu machen. Auf meinem Teller ist außer Putenfleisch mit Gemüse-Sahne-Soße, Salat und Icli Köfte nicht besonders viel gelandet: Nach dem Iftar im ICE bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass das Fastenbrechen mit wenig Essen ein sehr wohltuendes Gefühl ist. Mich nervt es sehr, wenn man quasi um die Wette isst und sich die Bäuche vollkloppt. Darum geht es im Ramadan doch nicht: Man sollte sich mit wenig zufrieden geben, das Wenige schätzen lernen und danken. Und deshalb wanderte die Icli Köfte weiter auf den Teller meines Bruders.

Jetzt habe ich so viel von Essen geschrieben. Das macht das Fasten nicht wirklich einfacher.

This year I’m keeping an Iftar-diary. It’s almost a week since Ramadan has started. I must confess, fasting is a real struggle this year – especially on Monday (Day #4). Starting at 7 a.m., travelling by train, touring around, tramping through Heidelberg and the sun burning our faces. However it was a nice day. What I have learned so far: Breaking your fast with just a little food is so much more pleasant. I feel that this is what Ramadan is about: to content yourself with little. I enjoy eating alot more and feel very comfortable.

FILM ZUM FREITAG (5) //////////////////// DER KURZE MOMENT

Bildcredit: Der kurze Moment
Den dieswöchigen Film zum Freitag habe ich leider noch gar nicht gesehen. Ihn soll es aber, wenn die Menschen da draußen kräftig mittrommeln und helfen, im Kino, auf Festivals, im Fernsehen, auf DVD und irgendwann auch im Internet zu sehen geben:Der kurze Moment

So heißt der Film. Roman von Elephantwalks ist Kameramann gewesen und Christoph von Christowski war für das Production Design verantwortlich. Ein Film von 32 jungen Filmemachern mit einem Durchschnittsalter von 20,3(!) Jahren – der Film kann nur gut werden! Innerhalb von 5 Tagen (und Nächten) produzierten sie diesen 7-Minüter, der sehr spannend klingt:

Darum geht es nämlich (aus dem Promotext)

“Lohnt das Leben die Mühe, gelebt zu werden? Robert hat alles verloren. Sein Kind, seine Frau, seinen Lebensmut. Er beschließt zu sterben. Doch als er schon auf der Brücke steht, bereit zum Sprung, begegnet er dem Tod – persönlich. Und der ist gar nicht so ein harter Kerl, wie er zunächst scheint…”

Sehr ungewöhnlich, wenn sich Jugendliche mit dem Tod beschäftigen. Das Drehbuch stammt übrigens von Jan Olaf Krems (21, Regie) und Jannis Funk (20, Produktion). Ich jedenfalls bin schon furchtbar ungeduldig! Einen ganz kurzen Spannungsmacher (ergo: Trailer) gibt es schon.

So kann man helfen

Die kreativen Köpfe haben sich ein tolles Finanzierungssystem ausgedacht: Die ersten 20 Sekundes des Kurzfilmes stehen zum Verkauf offen. Dafür bieten die Macher 100.000 Zuschauer, darauf wetten sie! Wenn sie die 100.000 Zuschauer-Grenze nicht erreichen, so gibt es einen Teil des Geldes zurück.

Mehr Infos: Auf der Webseite!

This weeks friday’s short film “Der kurze Moment” is a special one as I haven’t seen it yet. It is a 7-minute-short film produced by 32 young film-makers (average age: 20.3) within five days (and nights). Roman from Elephantwalks and Christoph from Christowski have also worked on this project – that is why I know about it. I am very curious!”Der kurze Moment” means “A/The short moment”. It is about Robert who has lost everything in his life – his child, his wife. As he stands on a bridge, having decided to die, death appears – in persona. And he is not such a badass as Robert thought he would be.

That is all I know. I will let you know as soon as the film will be available online. The producers are planning to present “Der kurze Moment” on DVD, TV, (filmscreenings) Festivals and the internet.

FILM ZUM FREITAG (4) //////////////////// VALIDATION oder THINK POSITIVE




“Validation” heißt der Kurzfilm zum Freitag in dieser Woche. Der Kurzfilm ist relativ bekannt im Internet, sein Regisseur ist es aber, der den Kurzfilm besonders macht: Kurt Kuenne, ein preisgekrönter Filmproduzent und Verfasser von Fiction- und Dokumentarfilmen. Was ihn für mich besonders macht, ist das konsequente Produzieren von Filmen, die alle eine positive/moralische Botschaft haben – ohne aber den moralischen Finger zu heben.

So handelt der 16-minütige Kurzfilm “Validation” von einem jungen Parkplatz-Angestellten, der beim Parkschein-Abstempeln den Kunden Komplimente macht, ihnen Selbstbewusstsein gibt und glücklich macht. “You!” – “You are awesome” – “You’ve got an amazing face” – “You have amazing cheekbones” – positiv gedacht und schon lächelt der Mensch. Das Parkplatzgeschäft floriert: Kunden parken nur dort, um vom Parkplatwächter gelobt zu werden. Alles läuft gut bis sich der Parkplatwächter unglücklich verliebt – in eine junge Frau, die einfach nicht lächeln will.

Ein anderer toller Denk-Positiv-Kurzfilm von Kuenne ist “Slow”, den man sich hier anschauen kann. (Ja, das ist wirklich der gleiche Schauspieler wie der depressive Anzugsträger aus der Anfangsszene bei “Validation”.) Ein junger Mann, unglücklich mit seinem Beruf, seiner Straße, seiner Stadt, seinem Land und der ganzen Welt, gerät vollends in eine Lebenskrise, als zufällig ein Foto von ihm in der Zeitung erscheint: Der Gedanke, dass sein Foto die Welt bereist, Spaß hat und das Leben genießt, macht ihn verrückt. Bis eine Frau ihm – ungewollt – die Augen für das Schöne öffnet.

Berühmt geworden ist Kuenne übrigens mit dem Dokumentarfilm “Dear Zachary – A Letter To A Son About His Father” über seinen Kindheitsfreund Andrew, der 2001 ermordet wurde. Nach seinem Tod beschließt Kuenne die Erinnerungen der Freunde und Verwandten an Andrew zu dokumentieren und widmet den Film Andrews Sohn, Zachary, der ihn nie erleben konnte – er war noch ungeboren, als sein Vater starb.

Positiv denken. Oder vielmehr Lachen. Darum geht es übrigens in meinem derzeit absoluten Lieblingsvideo “Merci!” von Christine Rabette. Seht hier.


Think positive! This is the message of this weeks fridays film “Validation”, a enchanting short film about a parking attendant who is saving his customers day by paying them compliments. The parking company florishes as customers park there only to hear those motivating words of the parking attendand: “You!” – “You are awesome” – “You’ve got an amazing face” – “You have amazing cheekbones!” Life seems to be perfect – until he loses his heart to a girl that never smiles. A heartwarming story – just like all the other movies produced by Kurt Kuenne. He impresses with his positive messages – without waggering a finger. Another very interesting movie of him is “Slow” – same message: think positive!

One of my favourite videos these days is “Merci!” by Christine Rabette. A contagious smile – that saves your day!