GELD FÄLLT VOM HIMMEL

Das ist – unverkennbar – Amy Winehouse.
Bloggen ist erlebensgefährlich. Eine Gefahr für das Erleben. Mindestens so erlebensgefährlich wie Fotografieren oder Filme aufnehmen.

Der Blogger schlendert durch eine Berliner Einkaufsstraße als plötzlich Geld vom Himmel fällt. Der Bloggerlogik folgend schnappt er sich natürlich (!) seine Kamera und fotografiert die Passanten beim Geldsammeln. Während also das Licht seinen Weg in die Kameralinse findet, überlegt sich der Blogger, mittlerweile zum Twitterer mutiert, wie er das Foto betiteln könnte. „Berliner im Geldrausch.“ soll das Bild betitelt werden, entscheidet er. Lächelt selig und geht seines Weges. Ohne Geld in der Tasche.

Ich möchte aber Erleben, den Moment genießen. Ja, im Endeffekt: Mit Himmelsgeld meinen Weg gehen.

Das also war der Grund für meine wochenlange Blog-Abstinenz. Der Grund, warum ich bislang nichts über meine Reisen durch Israel, Palästina, die Türkei, meine letzten Tage in Hamburg, ersten Wochen in London und all die Themen, die mich so bewegten, schrieb.

Dieses kleine Update gibt es deshalb, weil die Briefe, die ich schreibe, und Gespräche, die ich führe, meinen Erzähldrang einfach nicht stillen können.

Dieses Wochenende zum Beispiel hab ich Amy Winehouse getroffen. Noch unlebendiger als sonst lag sie auf einem Tisch, der diesem tollen Label gehört, das wiederum zu dieser tollen Firma gehört. Außerdem habe ich Sumo gerungen. Erfolglos leider. Dann war ich aus diesem Grund in Atlantis, dem Künstlershoppingparadies in meiner – ich kann mich nur wiederholen – Lieblingsstraße in London: Der Brick Lane.

Die Brick Lane ist ein Must-have-seen-and-done in London. Solltet ihr nach London reisen und nicht über die Brick Lane laufen, dann nehme ich das absolut persönlich. Überall leckeres Essen, tolle (selbstgemachte) Dinge, Kunst, Musik und tolle Menschen. Ein Kulturbanause, wer nicht meinem Befehl folgt und dahin pilgert. Whateva: Jetzt wisst ihr also, wo ich mich so herumtreibe, wenn ich nicht gerade in der tollsten Universität meiner Welt sitze.

Und das – ebefalls unverkennbar – sind Birti und ich auf einem Brick Laner Flohmarkt.
Wer der Mafiosi mit der Brille da hinten ist, weiß ich nicht.

VANNE IST ZWEIUNDZWANZIG





Vanne wurde Zweiundzwanzig. Als wir den Tag (leider ohne unsere kleine Rabo) mit einem Ami-Brunch starteten, bewährte sich wieder einmal unser Hang für verrückte Kellner. Viele Kalorienbombenexplosionen und Überzuckerungen später versammelten wir uns bei Vannes schönem Zuhause, damit auch das letzte bisschen Blut, das wir in unserem Zucker hatten, vollends verschwindet. Alles Gute, meine Liebe!

EDIT: Mona und ich haben Vanne ein sehr tolles Geschenk genäht. Eine Laptop-Tasche. Die sieht noch besser aus als die, die ich mir damals nähte! Fotos werde ich irgendwie irgendwann machen.

Vanne turned twenty-two. We had a wonderful day starting with an American brunch with loads of pancakes, maple sirup, muffins (and muffins and muffins), milkshakes, chocolate and any other meal that makes you think „a moment on your lips, a lifetime on your hips.“ The sugarday ended the way it started: We made the blood in our sugar (intended typo) boil at Vannes lovely home! Yummy!

EDIT: Mona and I made a very nice present for Vanne: A handmade laptop-bag. It looks great – way better than the one I had made for myself. Pictures will follow – some day.

DRACHENJÄGER

Letztes Wochenende war ich unterwegs – von Paderborn über Königswinter nach Köln. Das alles in Rekordzeit und trotzdem sehr entspannt. Zu sehen sind hier übrigens meine absoluten Lieblingsschuhe während ich im Schlossgarten der Drachenburg stehe. Dort waren wir auf Drachenjagd auf dem Drachenfels. Furchtlos und mutig!

Nach einer Nacht in Paderborn, unser erster Reisestopp: Das Internat Gymnasium Eringerfeld. Hier die Turnhalle, die gerade im Umbau ist.

Skurril. An die Tore des Schlosshotels Eringerfeld waren Ziegenbeine genagelt. Ganz viele. Wenn sie der Abschreckung dienten, dann waren sie erfolgreich.


Auf dem Hof war eine kleine Hochzeit. Sehr romantisch.

In der kleinen Stadt Königswinter gibt es eine unglaublich schöne Moschee, unmittelbar am Rhein. Ich war überrascht, dass es überhaupt eine gab. Hier ein Innenblick auf die verzierte Kuppel.

Ah! Das ist das imposante Schloss Drachenburg auf dem Drachenfels. Irgendwie unsympathisch, wenn man erfährt, dass das Schloss nur gebaut wurde, damit der Bonner Bankier Stephan von Sarter damit protzen konnte. Schlimmer noch, dass er nie in dem Schloss gelebt hat. Wir kamen uns sehr betrogen vor.

Und dann auch noch solch‘ schräge Skulpturen im Garten. Idylle pur.
Einzig der Schiller, der gefiel mir.
Und hier auf dem Drachenfels, meine verehrten Leser, hat mal der Drache gehaust bevor er vor uns Drachenjägern in den Rhein flog (ertrank?) und ward nie wieder gesehen. Die Sagen über den Felsen sind unheimlich unterhaltsam.
In Köln angekommen suchten wir den Dom auf. Ich stelle fest: Fotografisch gesehen ist der Kölner Dom eine einzige Herausforderung.

Ab in die Schatzkammer des Kölner Doms!


Nachdem ich diesen Ausschnitt eines Riesenplastikeises vor einem italienischen Eiscafe fotografierte, sah ich, dass mich drei Touri-Chinesen eifrig fotografierten. Ja, lustig. Ein Kopftuchmädel mit Riesenkamera vor einem Rieseneis.


PS: Dankeschön Canan Abla für die vielen tollen Tipps!

Last weekend I’ve been to Paderborn, Cologne and a small city called Königswinter – just did some sight-seeing. Königswinter was so much fun. The city has it’s very own legend: There was a dragon living in a tower. The people from the village had to sacrifice him young women (virgins). There are different versions of how the dragon „disappeared“. A funny one saying the dragon drowned in the Rhein-River. I’m wondering if he was having a bath.

INSELBILDER


Ganz viel Kamillentee.

Da standen wir also und starrten uns an. Bis ich das große Loch im Zaun entdeckte und… weglief.

Nach nur drei Stunden Autofahrt und einer kurzen Fahrt auf der Fähre kamen wir am Freitag auf der wunderschönen Insel Hjarnø in Dänemark an. Die Sonne strahlte mit dem Wasser um die Wette, die Luft war angenehm frisch, die Natur unglaublich schön. Es ist sehr ruhig, nur selten sieht man Menschen, dafür aber zwitschernde Vögel und Schmetterlinge.

Ich konnte kaum glauben, dass es so weit im Norden Fleckchen gibt, die Urlaubsorten im Süden in Nichts nachstehen. Ja, in Hjarnø kann man sogar schöner Urlaub machen: Man schwitzt hier nicht im Stehen und muss nicht alle zwei Stunden unter die Dusche. Es gibt keine Pseudo-Urlauber (die ich hier beschrieb) und man hat Raum und Zeit für sich. Die wenigen (140) Inselbewohner trifft man zwar nur selten, aber wenn, dann sind sie sehr freundlich und grüßen herzlich. Ich bin hellauf begeistert. Das ist Urlaub!

It took us only about three hours and a short journey with a ferry to Hjarnø, a beautiful and sunny island at the east coast of Denmark. There are about 140 islanders, all of them being very friendly and welcoming. Apart from that, the island is quiet, the shore and the birds are the only soundtrack of silence.
I fell in love with this little island. That is what I call holidays!

DIE FOTOKABINE ODER: DIE LETZTE UNI-WOCHE

Mit Photobooth kann man jeden Tag ein Foto von sich machen und mit der Welt teilen. Erinnert mich sehr an das hier. Jedenfalls finde ich: Eine gute Idee! Bei Kopftuchträgerinnen allerdings gestaltet sich das Ganze etwas schwierig: Zum Photoboothen braucht man eine Webcam und Internet. Beides gibt es zwar Zuhause, dort trägt frau aber nur selten ein Kopftuch. So photoboothed man (wie ich hier) nur sehr unregelmäßig. Am liebsten jedoch auf dem Campus-Gelände, wo man eh am Labby hocken und Unmengen an Hausarbeiten, Essays und Referaten schreiben muss. Beispiel: heute. Die Photobooth-Bilder findet übrigens Ihr in der rechten Leiste unter UND HEUTE.

Diese Woche ist übrigens meine letzte Uni-Woche. Und erstmal auch die Letzte für (höchstwahrscheinlich) das nächste Jahr. Ab September geht es nämlich an eine Uni im Ausland. Wohin genau kann ich noch nicht verraten, aber über Wohnungssuche, Umzug, Uni und das Leben dort werde ich Euch zwischendurch bestimmt was erzählen.

Notiz: Die Hjarnø Insel-Bilder gibt es sehr bald hier zu sehen.

Photobooth is such a cool application. You can take a picture of yourself everyday and share it with the world. However it is not so easy to use when it comes to women who wear the hijab – as we normally don’t wear hijab at home. That’s why I tend to take Photobooth-pictures at university (look here) while I’m working on my laptop.

This is week is my last (!) week of university for one year: I will leave Hamburg to study a year abroad in September this year. I can’t tell yet where exactly (I’m a little superstitious concerning this because usually things don’t work out when you tell too many people. That is absolutely irrational, I know) But I’ll let you know very soon iA.

Note: The Hjarnø island-pictures are coming soon.