WARUM ICH GERN DIE DICKE ANNA WÄR

Ach mein Süßer, lach doch mal!


Auch ich wurde in der Schule mit schlecht geschriebenen Jugendbüchern über Mobbing gequält – von Erwachsenen, die uns Jugendliche voll gut verstanden. Eines der Mobbingbücher handelte von Anna, einem fülligeren Mädchen, das von seinen Mitschülern geärgert wird. Irgendwann passiert ganz viel Drama. Am Ende wird Anna selbstbewusst. Happy End. Langweilig. Eine Szene aber blieb mir im Kopf hängen:

Als Anna mit ihrem neuen Selbstbewusstsein ins Schwimmbad geht, ruft ein Junge “Fette Anna!” und lacht sie aus. “Fett schwimmt oben!”, ruft Anna zurück. Und lacht auch. Er ist irritiert. Dann lachen sie zusammen und werden Freunde. Frei nach der Pausenhofregel: Wenn dich jemand auslacht, dann lach mit. Denn das kommt souverän rüber.

So einfach ist das. Im letzten Jahr war ich in den Religionsleistungskurs einer Schule eingeladen. Das Thema war der Islam und ich das lebende Beispiel. Der Lehrer, gleichzeitig Leiter der Schule, stellte mich der Klasse so vor: “Das ist Kübra, sie ist Muslimin, aber trotzdem ganz nett.” Einen Moment der Stille. Betretenes Schweigen. Da fing ich an zu lachen, die Klasse mit mir mit. Und auch der Lehrer, wenn auch zögerlich. Letztendlich hatten wir viel Spaß. Hat man ja sonst kaum in der Schule.

Auch mit meinen – muslimischen wie nichtmuslimischen – Freunden witzeln wir im Alltag über die geheimen Waffenlager unter meinem Kopftuch oder die verrückte Terrorhysterie. An Flughäfen flüstern wir “Terror”, “Bombe” und “Trainingscamp”.

Sobald aber Muslime mit Fremden, mit Kritikern vor allem, über den Islam, ihre Religion, diskutieren, ist erst mal Schluss mit Humor. Das Thema ist so persönlich, privat und emotional geladen, dass viele von uns verkrampfen.

Fast automatisch gehen wir auf Verteidigungskurs und sehen uns als Vertreter der Religion, die sich der ganzen Welt erwehren müsse. Und ja, wir kennen auch den Vorwurf, der daraus resultiert: Muslime seien humorlos.

Gerne würde ich deshalb stets so locker reagieren, wie damals in der Schule. Das gelingt mir aber nicht immer. Rassismus, Diskriminierung, Islamophobie. Das sind wichtige Themen. Man muss sie ernst nehmen. Aber nicht nur.

Letzte Woche war ich ich bei einer Podiumsdiskussion in Berlin. Eine junge muslimische Schülerin fragte: “Wie soll ich mit Diskriminierung umgehen?” Da hätte ich ihr gerne geantwortet: Mit Humor.

Humor ist ein einfacher und gesunder Umgang mit Diskriminierung. Mal ehrlich, über Sarrazin, Nazis oder unsere Familienministerin Schröder kann man doch lachen. Nur so kann man die Lächerlichkeit entblößen, sich der Absurdität bewusst werden. Weder jene, die diskriminieren, noch sich selber darf man zu ernst nehmen. So wie das die dicke Anna gemacht hat. Das hätte ich der Schülerin gern gesagt – aber es war keine Zeit mehr. Wir haben zu lange sehr ernst über Identität diskutiert.

Also lacht doch mal. “Deutschland lacht sich schlapp” singt Dia feat. Rebell Comedy über Sarrazin. Richtig so. Ich versuch’s auch.

taz, Tuch-Kolumne, 08.12.2010

28 Comments WARUM ICH GERN DIE DICKE ANNA WÄR

  1. Pet

    Liebe Kybra,
    seit längerem verfolge ich Ihre Kopftuch-Kolumne. Ihre Artikel zeigen, einerseits dass Sie das Herz am rechten Fleck haben und andererseits, wie leicht es ist, Sie und vermutlich auch viele andere Muslime zu verletzen. Verletzungen, egal ob sie absichtlich oder einfach aus einer Unüberlegtheit heraus entstehen,führen im besten Fall zu Selbstrechtfertigungen durch den Verletzten. Dem Verletzenden fehlt aber häufig die Innere Größe seinen Fehler einzugestehen und sieht in der Rechtfertigung eine Provokation und schon dreht sich die Esklationsspirale. In dem Artikel über die “dicke Anna” schlagen Sie ein wirksames Werkzeug vor,mit dem die Eskalationspirale gar nicht erst ans Laufen kommt.

    Ich wünsche Ihnen, dass Sie verletzende Situationen mit Ihrem herzlichen Lachen immer wieder und immer häufiger entschärfen können. Durch Ihr Lächeln bieten Sie keine Projektionsfläche mehr für Feindbilder und betätigen sich gleichzeitig als Brückenbauerin zwischen unterschiedlichen Kulturen in Deutschland.

    Die islamische Kultur könnte durchaus auch für Christen noch ungeborgene Schätze bieten oder an bereits Bekanntes, aber zwischenzeitlich wieder Vergessenes erinnern.

    Mit einem Lächeln auf den Anderen zu gehen. Das ist es. Deutschland braucht starke Frauen wie Sie, die dazu beitragen, dass sich unsere Gesellschaft neu erfinden kann. Denn stetig ist nur der Wandel und das zeigt sich auch in der Natur: am erfolgreichsten sind die Lebewesen und Gesellschaften, die sich neuen Situationen anpassen und sich selbst immer wieder neu erfinden.

    Liebe Grüsse

    Peter

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  2. andreask9

    Kübra, Humor und Satire ist zweifellos eine mächtige Waffe, die Frage ist nur, ob der Humor nicht mitunter durch die Mehrheitsgesellschaft bewusst in Szene gesetzt wird um das Stereotyp vom ernsten weltdeutenden ‘Denker’-Deutschen und vom ‘lustigen Suedlaender’ etc. in Szene zu setzen und das schien mir etwa juengst bei der Deutschland-taz überaus beklemmend der Fall zu sein. Weisse Deutsche als bierernste Weltdeuter, und zwar nicht nur als verfehlte Phantasten, sondern auch als ‘respektierte Ausgleicher’ und die ‘anderen’ als begnadete Satiriker und witzige Kolumnisten, das ist die Rolle die man ihnen zugesteht. Natuerlich ist Satire die Waffe der Marginalisierten und Unterdruekcten gegen die Maechtigen, das war immer so, aber wenn daraus das Kalkuel der Macht wird um subtil klarzumachen, wer hier in D. (‘moderne Leitkultur’) intellektuell die Deutungshoheits-Hosen anhat, dann ist es offenbar angezeigt, den/die TheoretikerIn rauszuholen, soviel Weltdeutung wie Cohn-Bendit gelingt den ‘anderen’ nun doch allemal.

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  3. Ethem Abdussamed

    Ich finde zusammen Kaffee zu trinken ist viel effektiver
    denn Kaffee ist eine Kost,
    die verbindet West Ost

    Spaß bei Seite. Du hast recht, ein lachen gegen manche Kommentare die schon fast unter die Gürtellinie gehen, ist die beste Formel
    dagegen anzugehen. Kann ich aus meiner Erfahrung nur bestätigen.
    Neulich fragt mich einer aus der Schule als ich zum Cumaa Gebet in die bosnische Moschee ging, ob ich einen Attentat planen gehe.
    “Ja, willst du mitmachen, wie wärs” war meine antwort. Wir haben gelacht und aus war die Sache. Es lohnt sich nicht sich aufzuregen.

    Nur leider kann man nicht immer lachen!

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  4. Die Dicke Anna

    Hallo Kübi!

    Ich glaube, der Vergleich mit der Dicken Anna hinkt. Jemanden auszulachen bedeutet, ihn auszugrenzen, ihm klarzumachen, daß er zur Gruppe der Lachenden nicht dazugehört. Wenn der Lehrer Kübi auf die Art “Das ist Kübra, sie ist Muslimin, aber trotzdem ganz nett.” einführt, dann unterstellt er unterschwellig, daß Muslime im allgemeinen nicht nett seien (wegen “trotzdem”). Daß daraufhin die Klasse lacht, zeigt ja, daß die Klasse das Gott sei dank nicht so sieht, und Kübi akzeptiert. Genau umgekehrt liegt der Fall bei der Dicken Anna. Ob es wirklich eine gute Idee ist, im vorliegenden Falle mitzulachen, weiß ich nicht.

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  5. Anonymous

    Mehr Humor für alle …. für Pakistans verstockte Christen vielleicht auch, damit sie unter dem Galgen nicht so zerknittert wirken; und Steinigungsofer im Iran sollen angeblich einen verdammt verbitterten Eindruck bei der Prozedur machen.

    Würden doch alle Ungläubigen nur noch mal so richtig ablachen, bevor sie zur Hölle fahren; die Welt wäre ein schönerer Ort; natürlich nur für Leute mit Humor…

    Und dann die verrückte Terrorhysterie … Den Bombenopfern von Madrid, London und Istanbul hätte wahrscheinlich auch etwas Humor besser zu Gesicht gestanden, als blos eine profane stumpfsinnige Eile auf dem Weg zur Arbeit an den Tag zu legen.

    “Trainingascamp” am Flughafen flüstern; wie spassguerillamässig subversiv; nur weiter so!

    Mit zynischer Selbstgefälligkeit kommt man heutzutage in Deutschland verdammt weit; ein Rezept, über das nachzudenken sich wohl lohnt.

    Danke, Kübra!

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  6. Meryem

    Kommentar 6 finde ich jetzt noch sehr fies. Wieso verlangt man von deutschen Muslimen, dass sie für Taten außerhalb ihrer Reichweiten gerade stehen müssen. Wir leben nun mal in Deutschland und unsere Hände sind von hier aus mehr oder weniger gebunden und können denen leider nicht weiter helfen. Das Einzige was wir bewusst und gewollt ändern können,können wir nur hier in Deutschland ändern. Und das,weil wir HIER leben. Wer wünscht sich nicht,Superwomen oder Superman zu sein und sovielen Menschen wie nur möglich zu helfen!?Aber es geht nicht!Keiner ist Super, auch nicht die Fr.Yücel oder sonst irgendeiner. Mit Humor kann man vieles Gegenübertreten, aber ebend nicht alles. Unsere Plicht als in Deutschland lebenden Menschen ist es, die Gesellschaft in Deutschland aktiv mitzugestallten-egal ob es nun Sarrazin&Co. gefällt oder nicht!Denn wir sind ein Teil Deutschlands-PUNKT.

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  7. Anonymous

    @Meryem:

    Ich hab den 6 Comment zwar nicht geschrieben möchte dir auf deinen Text aber antworten.

    Wenn, sagen wir, Geert “the devil” Wilders behauptet Christenaufhängen gehört zum Islam seid ihr doch auch sauer und eine Empörungswelle fegt über die muslimische Gemeinschaft. Wenn dann aber wirklich so was passiert sagt keiner mehr was, keine Empörung, nichts.

    PS: Die ungerechten Kriege der USA lösen bei vielen Deutschen Nichtmuslimen auch Empörung und obwohl sie sich eigentlich nicht dafür verantwortlich fühlen müssten gab es schon viele Demos dagegen.

    Wie viele Demos von Muslimen gab es die für den Schutz von Minderheiten in islamischen Ländern protestiert haben?

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  8. Anonymous

    Das Wort “aus” fehlt in meinem Text an einer Stelle. Da ich gerade sehr müde bin bitte ich weitere Fehler die ich übersehen habe zu entschuldigen.

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  9. Soraluce

    Bevor ich diese Kolumne kommentieren wollte, hatte ich hunderte Gedanken im Kopf. Vom Tiefstapeln des Widerstands über die Akzeptanz makabrer Situationen bis hin zum Dümmermachen durch den Humor. Beim ersten Buchstaben dieses Kommentars fiel mir plötzlich ein, daß es vielleicht andere Definitionsformen des Humors gibt. Die perverseste ist der ethnische Humor. Hierdrunter zähle ich auch die Religion. Wie in der Kolumne beschrieben, soll diese Art des Humors (trotzdem lachen) die Auseinandersetzung mit der Diskriminierung ersetzen. Auseinandersetzung sieht man bei einem Moslem stets als Agressivität. Nein! Mann tauscht sich aus. Mit Argumenten!! Verfolge seit längerer Zeit die Kolumnen der Frau Kübra, und muss zugeben, dass sie mir gefallen. Bis auf diese hier!!! Meiner Meinung nach, bin ich noch nicht bereit so billig zu kapitulieren. Die Argumente fehlen doch nicht. Die Kraft ist auch da, um in einer Zeit wie Dieser Aufklärung zu betreiben. Warum sich nicht die Zeit nehmen, und sich mit Diskriminierung auseinanderzusetzen? Ich fühle mich als kein Sieger, wenn ich mitlache, ‘trotzdem lache’. Ich fühle mich noch schwächer. Hier wird das Unangenehme als Errungenschaft gefeiert. Natürlich muss man einschätzen können, mit wem sich eine Diskussion lohnt, aber dieses Schubladendenken törnt mich ab. Es gibt in der Gesellschaft diejenigen, die eben durch eine Provokation etwas erfahren wollen. Aber die Hoffnung stirbt bei dieser Art des Gegenübertretens. „Wenigstens haben wir …“; „Immerhin besser als …“. Schliesse diesen Kommentar mit Christopher Fry ab: „Humor ist eine Flucht vor der Verzweiflung, ein knappes Entkommen in den Glauben.“

    PS: Wer Rechschreibfehler findet, darf sie behalten….

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  10. Anonymous

    Hallo Meryem,

    hier ist die fiese Nr. 6 noch mal.

    Ich finde Du übertreibst es mit der Integration; nix mit Ummah auf einmal; alles Gartenzwerge mit Kirchtumshorizont (‘tschuldigung, ich wollte keine Minarette verunglimpfen) die deutschen Moslems?

    Internationalismus (Geschwisterlichkeit) nur bei Extremisten vorkommend; ist das Feigheit oder Strategie bei den Normalo-Moslems?

    Kommt man denn als Moslem nur in den Himmel, wenn man sich bei der Schutzimpfung oder in einer Mädchenschule in die Luft jagt und nicht, wenn man gemeuchelt wird, bei dem Versuch, die Wahnsinnigen aufzuhalten?

    Was ist das für ein Glaube, der seinen Kamikaze-Heroismus-Anteil dem Irrwahn von Al-Qaeda und Co. vorbehält, während die Masshaltenden auf dem Wege Allahs sich für unzuständig erklären und lieber über Diskriminierung vonseiten ihrer furchterfüllten ungläubigen Nachbarn lamentieren?

    Wo sind die Märtyrer, wenn man sie braucht?

    Talkschaugeplauder über Identitätsstress in der Straßenbahn; warum bildet ihr nicht Kopftuchkommandos, um Schwule und Lesben sicher von ihren Partys nach hause zu geleiten; ist Euch die Begegnung mit Euren Aggro-Brüdern zu peinlich?

    Ihr seid leider nicht Supermann/frau, nur die Durchgeknallten haben den Mumm zum Mudjaheddin-sein.

    Eine “Pflicht” willst Du für die Deinen aber dann doch haben, nämlich “Deutschland aktiv mitzugestalten”. Und das sogar egal, ob es Sarrazin und Co. gefällt oder nicht.

    Donnerwetter, so ein Mut – Respekt!

    Meryem, ich spüre, wie ich Dir und denen, die so denken, wie Du schreibst, kein Wort glaube.

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  11. Anonymous

    Zitat #8:
    “…Wie viele Demos von Muslimen gab es die für den Schutz von Minderheiten in islamischen Ländern protestiert haben?…”

    Die demonstrieren ganz gerne diese Moslems. Ich hab 50.000 davon in London durch die Straßen laufen sehen. Die haben alle das gleiche geschrieen: “Tötet Rushdie”. Wie humorvoll die auch rüberkamen.

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  12. Pünktchen

    Ihr schreibt so selbstgefälig über das was wir als Muslime leisten sollten, doch was macht ihr eigentlich außer dumme Kommentare zu schreiben!!!

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  13. Ethem Abdussamed

    Ihr seid außerhalb der muslimischen Community und versucht unsere Arbeiten und unseren Beitrag zur Gesellschaft zu kritisieren.
    Es mag sein das wir schwächen haben, dennoch versuchen wir doch etwas zu tun.
    Ihr seid jedoch beleidigte Kritiker und das schreiben von irgendwelchen diffarmierenden Kommentaren ist der letze Zufluchtrsort von einer resignativen Haltung. Was wäre nur wenn es Kübras Blog nicht mehr gäbe. Lauter Anonyme die resigniert, beleidigt zu Hause sitzen und sich über die Muslime aufregen!
    Fasst euch erstmal selbst an die Nase

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  14. Anonymous

    Meine Freundin hat mich mal auf eine anti Irakkriegsdemo mitgenommen, ich war also dort.

    Jetzt könnten doch mal ein paar Muslime eine Demo für irgendwelche zum Tode Verurteilte Christen machen. Ist schon unangenehm getötet zu werden nur weil man Christ wurde.

    Tut doch bitte wenigstens so als wenn euch das interessieren würde wenn eure Religion angeblich missbraucht wird.

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  15. Anonymous

    Ich bin positiv überrascht dass einige gläubige Muslime sich für so eine Veranstaltung versammeln würden.

    Das jammern über Islamophobie hilft nämlich nichts sonder lässt sie nur wachsen.

    Nur Taten können den “Islamophoben” ein anderes Bild von den Muslimen in Deutschland verschaffen.

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  16. Anonymous

    Sie wurden noch nie gemobt, denn dann wüssten sie, dass man dieses teilweise lähmende Grauen nicht mal eben weglacht.

    Diesbezüglich bin ich davon überzeugt, dass sie auch nie wirklich diskriminiert wurden, denn auch da würde ihnen das Lachen im Halse stecken bleiben.

    Aber Hauptsache, sie haben eine Attitüde, die sie präsentieren können.

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  17. Anonymous

    Nr. 13: hier geht es nicht darum, dass jeder ausbreitet, was sie oder er alles macht (kann gut sein, dass es Tausend Moslems gibt, die engagierter leben als ich, habe ich kein Problem mit) sondern um einen Standpunkt, der sagt:

    Ummah sind wir, wenn es uns passt und wartet mal ab, wie wir Deutschland verändern werden.

    Gegen einen solchen Standpunkt hege auch ich tiefstes Misstrauen. Ansonsten begrüße ich jede Form vom Armenspeisung, auch wenn, oder völlig egal, ob sie von Moslems oder sonst wem gemacht wird.

    Nr. 14: Das beleidigt sein von Dir nicht nur als Zierde gedacht werden kann, zeichnet dich aus, gegenüber dem heroischen Dauerbeleidigtsein in so vielen Beiträgen von Moslems. Ich persönlich bin nicht beleidigt, sondern nur gelegentlich angewidert, worauf ich mir jedoch keineswegs etwas einbilde.

    Hier wurde nicht kritisiert, was Ihr tut, und auch noch nicht einmal irgendwelche Schwächen dabei, sondern hier wurde eine Haltung von erklärter Unzuständigkeit gegenüber, dem was andere Moslems tun, kritisiert.

    Diese etwas bieder-kleinmütige Unzuständigkeitserklärung ist immerhin schon mal besser, als die Behauptung, der Westen mache sich den Terror und einigen sonstigen moslem-gemachten Horror selbst, um auch mal was positives zu sagen. (Ja, das kann ich…wenn es denn so wichtig ist.)

    Was soll “diffamierend” sein, von den Auflistungen unter Nr. 6 und 11? “Diffamierend” würde heissen: Moslems machen solche Sachen nicht, andere machen sie; und wieder andere (darunter dann ich mit meinen Kommentaren 6 und 11) schieben sie Moslems in die Schuhe.

    Das wäre dann “Diffamierung”.

    Also bitte: Was soll in Abrede gestellt werden, damit eine Diffamierung dabei herauskommt?

    “Resignativ”? – Vergiss es; gegen jeden Ansatz von Scharia gegen die Grundrechte würde das allgemeine Widerstandsrecht des Grundgesetztes ziehen. Träumen darf hier jeder vom Gesetz seines Lieblingsschöpfers; aber wehe einer probiert es aus gegen die Grundrechte. Die Lektüre des Grundgesetzes kann wirklich sehr hilfreich sein.

    Ohne Kübra würden die Motzer und Stänkerer hier blos untätig zuhause sitzen? Wer macht dann die ganzen ach so “islamfeindlichen” Blogs? Also entweder ist hier überall “Islamophobie” am gange in Deutschland, ODER die Kritiker sind alle depri und passiv. Irgendwie habt ihr es nicht wirklich so mit der Logik manchmal.

    Soviel kam heraus beim an die eigene Nase fassen.

    Nr. 17: Unrecht ist Unrecht; auch wenn die Opfer Opfaaaah sind? Cool, dann kann die Arbeit ja beginnen:

    Kopten, Armenier, Aramäer, barbarische Strafen für Meinungsdelikte, Willkürherrschaft, Genderapartheit und -diskriminierung, Zwangsehen mit viel zu nah verwandten alten Kackern als “Ehrensache” von Clans und Dörfern.

    Hat alles nichts mit Islam zu tun? Macht nichts, ist trotzdem eine Schande (ja, wir haben auch solche Wörter) wenn sich Tribalismus im Kontext einer Weltreligion konservieren kann. Von mir aus könnt ihr ruhig sagen, dass diese Praktiken unislamisch sind; aber ANGREIFEN solltet ihr sie gleichwohl, weil man sonst doch irgendwie glauben muss, dass dieses halt “mit dem Islam” bzw. mit den Moslems über die Welt komme.

    Wenn ich eine Milliarde Moslems im Kampf um Eigenverantwortung und Selbstbestimmung, für Freiheit und Gleichheit sehen würde; kein Stück wäre ich dann “islamophob”.

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  18. Anonymous

    Nr. 19 Mobbing und (Weg-)Lachen….

    ist tatsächlich keineswegs eine triviale Angelegenheit. Bei Kübras Schilderung ist wohl der Moment der Stille wichtig gewesen zwischen dem “trotzdem ganz nett” und dem Lachen.

    In dem Moment muss sie wohl sympathisch und souverän rüber gekommen sein, sonst hätte das ganze auch nach hinten los gehen können.

    Also: Nicht gucken wie die Schwiegermutter im Schauermärchen und auch auf keinen Fall beleidigt wirken; dann kann das auch mit dem Lachen klappen.

    Ein filmgeschichtlich legendäres Beispiel für ein Mobbing-turnaround findet sich bei youtube unter “Paths of glory – Final scene” ab Minute 4; das Problem und die Suche nach Wegen es zu behandeln sind keineswegs neu.

    Reply
  19. Anonymous

    Nr. 23: Mir ist nicht nach Sarkasmus.

    Außerdem, finde ich, sollte man nicht so dicht am Rhytmus des Provo-Zündlers texten, der hier schon mal aus dem Rahmen gefallen ist.

    Niemand wird hier diesen Anschlag rechtfertigen; alle werden ihn verurteilen; soweit der banale Teil.

    Viele werden sagen, das habe mit Islam nichts zu tun und da wird es schon etwas unbanaler.

    Unbanal ist auch die Frage, ob Kübra nach wie vor über “Trainingscamps” am Flughafen witzeln mag.

    Die meisten, die so witzeln, sind möglicherweise gar keine Moslams, sondern Punk-Anarchos, bei denen das Dosenbier immer noch schwerer wiegt als die Abreibungen von ihren Nachbar-Aggros, die sie mutwillig noch immer mit Nazis verwechseln. Und Punk wollte Kübra ja nicht sein, wie wir aus der Matusseck (oder wie der sich schreibt) Affaire wissen.

    Ich stelle die simple Frage, ob Sicherheitsmaßnahmen nicht vielleicht gerechtfertigt sein könnten und ob es nicht vielleicht wirklich ein bischen eine Bedrohung gibt von Leuten, die nunmal nicht “Hare Krishna” singen, oder “vorwärts im Befreiungskampf des Volkes von Timbuktu”, sondern…. Ihr wisst schon; ich kann auch nichts dafür, dass sie ausgerechnet den gemutmassten Koranautor dabei hochleben lassen. Aber das machen sie nunmal.

    Ja, ich weiss: Kreuzzüge, Inquisition, Verkehrsunfälle, Kiffen ist verboten; der Westen hat auch viele Nachteile.
    Aber ich finde, es sollte mal klar gesagt werden, dass der Westen das nicht verdient hat.

    Nicht nur dass “Unschuldige” das nicht verdient haben, sondern auch dass krass verwestlichte Schweden, die (jetzt mal klischeehaft) Atheisten sind, Pornos und Wikileaks gucken, haram-Smörbröd futtern das trotzdem einfach nicht verdient haben.

    Sagt doch einfach: Erst in der Hölle sollt Ihr brennen; vorher nicht. Jeder Gläubige stellt sich den Anderen als in der Hölle brennend vor und läßt ihn in diesem unbedeutenden Diesseits aber friedlich seiner Wege ziehen.

    Nur die Atheisten haben keine Wixphantasie, an die sie wirklich glauben könnten. Sie mögen denken FAHRT ZUR HÖLLE IHR SATANSPRIESTER; aber es herauszuschreien ware total sinnlos, denn jeder wüßte: die glauben da ja gar nicht dran.

    Guckt mal ihr Gläubigen: Die Atheisten ziehen freiwillig die Arschkarte, dass sie nicht wirklich mithassen können, nur ein bischen grummeln, weil ohne Höllenphantasien.

    Da müßte es sich doch machen lassen, etwas Verständnis für Sicherheitsmaßnahmen etc. aufzubringen.

    Und spart euch das mit der Rechtleitung, DAS macht MICH immer so aggro.

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  20. kiturak

    Huhu! Schickes Video.
    Da ich eine fiese Linkspammerin bin, hier mein Schrecklichstes (falls es Dich freut, und ich hoff’, ich verraff das html nicht):
    Ein sehr kleines nettes Browserspiel zu Schulmobbing von Deirdra Kiai.
    Reading Past Rudolph The Red-Nosed Reindeer auf Ars Marginal zum Thema Außenseiter_innen müssen erstmal was leisten, um als Menschen anerkannt zu werden.

    Und, ja, lachen? Ich hab gestern Mutlu Ergün gesehen und bin jetzt ein sehr glücklicher Mensch.
    Du hast SO recht.

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