DER ISLAM IST WIE EINE HAUTFARBE

Die Party ist aus. Wir reden jetzt mal Klartext.

Eine Morddrohung habe ich erhalten. Meine erste. Ich sollte mich wohl geehrt fühlen. Eine Morddrohung ist ein Ritterschlag für jeden Meinungsmacher. Wer heutzutage was auf sich hält, schmückt sich mit seinen Kritikern und vor allem mit seinen Bedrohungen. Je gefährdeter die Person und Meinung, desto wichtiger wird man. Danke. Aber nun zum Thema.Aus gegebenem Anlass – quasi als Dankeschön – schließe ich mich meinen Kritikern an und fordere einen Stopp der Islamisierung Europas. Auch ich finde es erschreckend, wie viele Menschen nun plötzlich zu “Muslimen” gemacht werden.

Unauffällige Bürger Deutschlands, die sich bis dato nie mit Religion oder dem Islam beschäftigt hatten, bekommen plötzlich ein “Muslim”-Etikett verpasst. Zack! Zum Beispiel meine atheistische iranische Freundin, die von vielen Deutschen pauschal unter der Kategorie “Muslimin” geführt wird. Deswegen muss sie ihnen gegenüber ihre Partygänge und ihren Alkoholkonsum verteidigen. Oder ein türkischer laizistischer Bekannter, dem kein Schweinefleisch mehr angeboten wird. Die beiden wurden quasi zwangsislamisiert und hocken nun in einem Boot mit praktizierenden Muslimen. Und wie viele andere müssen nun auch sie geradestehen für eine Religion, die sie weder kennen noch kennen wollen.

Dass wir alle in einem Boot sitzen, ist für uns alle sehr ungewohnt. Einige ergeben sich der Rollenzuschreibung und gehen auf spirituelle Entdeckungsfahrt. Und – welch Überraschung! – entdecken die Religion für sich. Yes, die Zwangsislamisierung funktioniert wunderbar. Und die Kopftuchmädchenproduktion wird angekurbelt.

Interessant ist doch, wie es zu dieser Etikettierung kommt: Nicht etwa der türkische Gemüsehändler nimmt sie vor, sondern ebene jene, die panisch vor der drohenden Islamisierung Europas warnen. Jene, die mit dem Finger auf jede phänotypisch undeutsche Person zeigen und “Moslem!” rufen. Sie sind es, die meinen Freunden eine muslimische Identität geben, um sie anschließend darauf zu reduzieren und anzugreifen. Lustigerweise merken die Pseudokritiker nicht einmal, wie sie die groß machen, die sie eigentlich klein halten wollen.

Muslime in Deutschland sind schon lange nicht mehr nur religiöse Menschen islamischen Glaubens. “Muslime” in Deutschland sind die “Ausländer” von früher, die “Gastarbeiter” von damals. Und auch die Debatten und Diskussionen drehen sich nicht um den Islam als Religion, sondern um die Muslime als Ethnie. Der Islam wurde ethnisiert.

Für manche meiner Freunde ist das Muslimsein inzwischen wie eine Hautfarbe. Eine fremdbestimmte Identität. Und die Gesellschaft lässt ein Ablegen dieser Identität nicht zu.

Deshalb kann man bei Islamophobie sehr wohl von einer Form des Rassismus sprechen. Und der kann nicht durch die Aufklärung über den Islam bekämpft werden, sondern durch Aufklärung über Rassismus.

Deshalb, lieber Absender meines ersten Morddrohbriefs: Du bist ein Rassist. Es ist mir wichtig, dass das hier steht. Schwarz auf weiß.

Taz Tuch-Kolumne, 10.11.2010

Nachtrag: Ich sehe ein, dass ich das hätte präziser formulieren müssen: Der türkische Bekannte ist atheistischer Laizist. Und ihn nervt es furchtbar, ständig und überall für einen Muslim gehalten zu werden. Das sollte keineswegs heißen, dass ich glaube, man könne nicht laizistisch und muslimisch sein. Tue ich nämlich nicht. :)

 

Nach-Nachtrag: Also, Klartext: Ich möchte keine Pauschalurteile fällen und niemandem per se den Glauben absprechen. Das kann ich nicht. Davor schrecke ich zurück. Wer bin ich denn? Deshalb bleibe ich dabei: Ich werde nicht sagen, dass ein Laizist nicht auch muslimisch sein kann. Was in seinem/ihrem Herzen ist, kann ich weder wissen noch ahnen. Auch wenn ich mit dem türkischen Laizismus sehr große Probleme habe, weil er sich in der Praxis in erster Linie durch Religionsfeindlichkeit und Kontrolle der Religion auszeichnet – keinesfalls aberdurch eine vermeintlich strikte Trennung von Staat und Religion. Aber ich will keinen Ausflug in die türkische Laizismus-Debatte starten. Ihr könnt gerne diskutieren – mir fehlt aber wirklich die Zeit, die Diskussion zu moderieren. Wenn es mir zu bunt wird (zB zu häufig beleidigende Kommentare) dann werde ich die Kommentarfunktion abschalten müssen. Ich hoffe, ihr habt Verständnis dafür. Liebe Salams, Ahoi und N’Abend! :)

Nach-Nach-Nachtrag: Die Diskussionen im Kommentarbereich waren teilweise wirklich sehr interessant. Es wäre schön, wenn man viel häufiger so diskutieren könnte. Allerdings gibt es dann diese blöden Holzköpfe, die das Wort Niveau anscheinend nur von unten kennen. Ich bedanke mich allerherzlichst bei den engagierten Kommentatoren, namentlich bei Ethem Abussamed, Batura, Ubarto, Andreask9, Peter, Lieselotte, Marc, ganz viele “Anonyme” und andere mehr – also eigentlich fast alle. Die Holzkopfkommentare habe ich gelöscht. Einige lasse ich so stehen, weil sie so wunderbar entlarvend sind.

110 Comments DER ISLAM IST WIE EINE HAUTFARBE

  1. Anonymous

    “Oder ein türkischer laizistischer Bekannter, dem kein Schweinefleisch mehr angeboten wird. Die beiden wurden quasi zwangsislamisiert und hocken nun in einem Boot mit praktizierenden Muslimen.”

    Und wenn man Ihnen dann das nächste Mal ein Schnitzel oder ein Glas Wein anbietet, beklagen sie den Rassismus der kulturell unsensiblen Deutschen.

    Lachhafte Argumentation Ihrerseits…

    Reply
  2. Anonymous

    Es ist schade, dass nun so viele Idioten auf Ihre Seite kommen. Liegt wohl am ZDF. Haben Sie Anzeige erstattet?

    “Und wenn man Ihnen dann das nächste Mal ein Schnitzel oder ein Glas Wein anbietet, beklagen sie den Rassismus der kulturell unsensiblen Deutschen.”

    Darum geht es doch garnicht. Auch wenn es mir leid tut, wenn Sie einst angegriffen wurden, als Sie einem gläubigen Moslem Schweinefleisch anboten. Aber das Problem ist, dass von der Hautfarbe auf die Religion geschlossen wird. Und die sieht man einem Menschen nun wirklich nicht an.

    Reply
  3. Anonymous

    “ein türkischer laizistischer Bekannter”

    Laizismus (auch: Laizität) beschreibt religionsverfassungsrechtliche Modelle, denen das Prinzip strenger Trennung von Religion und Staat zu Grunde liegt.

    Warum ist in Deinen Augen ein Mensch der die Trennung von Staat und Religion befürwortet kein Muslim? Kann man nicht Muslim UND LAIZIST sein, wie steht es mit Dir … möchtest Du in einem Deutschland leben in der ein Kardinal respektive die Kirche Einfluss auf die Staatsentscheidungen nimmt oder gar diese selbst fällt?

    Du beschwerst Dich hier – zu Recht! – dass Menschen inzwischen aufgrund Ihrer Ethnie stigmatisiert werden, machst Du nicht das selbe nur nicht mit der Ethnie sondern mit der politischen Ideologie die Vertreten wird?

    (Anm. ich weiss das es in Deutschland nicht wirklich ein laizistisches System gibt!)

    Das Problem was ich bei Dir und vielen Anderen sehe ist die mangelnde Weitsicht die Du bei nicht-Muslimen suchst. Du machst den selben Fehler :-)

    Sofern dein Bekannter Laizist UND bekennender Atheist sein sollte bitte ich um entsprechende Richtigstellung und vielleicht eine Entschuldigung an den Menschen denen Du einfach mal unterstellst Sie wären keine Muslime.

    Bedenke, zwischen Gott (Allah) und seinen Menschen gibt es und darf es keinen Dritten geben der Ihre Beziehung beurteilen darf.
    Jeder Mensch wird am Ende seine eigene Rechnung begleichen müssen, .. auch Du.

    Selam Kurtulus

    Reply
  4. Anonymous

    Vorposter:

    Die Beispiele sind aber absolut lächerlich, um damit Rassismus begründen zu wollen.

    Beim ersten Beispiel fragen offenbar an der betreffende Person Anteil nehmende Menschen nach, wieso denn eine aus einem bestimmten Kulturkreis stammende Person, in jenem dies in der Regel nicht gängig ist, Alkohol trinken würde. Beim zweiten Beispiel ist es ähnlich. Und ja, in aller Regel wird man am Äußeren festmachen können, ob jemand aus Skandinavien oder beispielsweise dem Nahen Osten stammt.

    Beide Fragen sind z.B. damit vergleichbar, dass Sie einen “Biodeutschen” am 24.12. fragen, ob er schon alle Geschenke gekauft habe, schließlich sei ja Heiligabend. Den stecken sie dann nämlich in eine ganz ähnliche Schublade.

    Weder bei den einen Beispielen, noch beim anderen Beispiel kann man Rassismus erkennen. Außer, wenn man ihn zwanghaft meint finden zu müssen. Dann lässt sich quasie überall Rassismus entdecken. Das ist aber dann schon böswillig zu nennen.

    Sprechen wir doch darüber, dass ein Gläubiger Muslim nur einen Partner heiratet, wenn er/sie vorher konvertiert, damit der Nachwuchs nicht der reinen Lehre verloren geht und unter die Barbaren fällt. Das ist doch eher mal ein starkes Stück Rassismus, zumindestens aber derselbe Mechanismus, meinen sie nicht?

    Aber das sehen Sie natürlich ganz anders…

    Reply
  5. Anonymous

    Ich schlage vor, Sie ändern Ihren Namen und nennen sich ab sofort Kübra van Gogh. Da werden Sie dann sicher nicht von einem Islamhasser umgebracht.
    Gibt’s eigentlich schon ein Fatwa-Kopfgeld auf Sie?

    Reply
  6. Ethem Abdussamed

    Na ja ob Laizismus und Islam so richtig zueinander passen mag ich zu bezweifeln. Der Islam ist doch gerade eine Religion die das Leben als eine Einheit sieht. Man wirft seinen Charakter und seine Persönlichkeit doch nicht weg wenn man aus dem Haus geht. Der Islam ist eine Lebensweise. Man ist bei der Arbeit, in der Schule bei Freunden und Familien, wie auch in der Moschee immer ein Moslem. Der Islam ist doch kein Kleidungsstück das man wegwerfen kann. Wenn jedoch ein laizistischer Mensch meint, dass er in seinem pesönlichen Leben Muslim und außerhalb keiner ist, dann hat er nach meinem Verständniss den Islam falsch verstanden. Ich sage jedoch nicht das er kein Muslim ist, das weiß Allah.
    Laizismus, wie es diesen in Frankreich gibt, gibt es in Deutschland eh nicht. Denn was wäre sonst der Grund für CDU, eine christliche Partei, die sich auf christliche Werte beruft. Wenn ein Mensch ein Land regieren will, muss er dies doch nicht im Namen von Trennung und Staat auf Kosten der ethischen Prinzipien der Religion tun, die durchaus mit den ethischen Prinzipien der nichtgläubigen vereinbar sein dürfte. Sollte man leiber auf machiavelistische Art regieren? Gerade in den Menschenrechten beruft man sich doch auf Gott.

    Reply
  7. Anonymous

    “Oder ein türkischer laizistischer Bekannter, dem kein Schweinefleisch mehr angeboten wird.”

    Was hat es damit zu tun, dass jemand, der laizist ist, Schweinefleisch isst oder Schweinefleisch angeboten bekommen möchte?

    Es gibt viele Muslime die auch für Laizismus sind, da Laizismus keine Religion ist, sondern es beschreibt religionsverfassungsrechtliche Modelle, denen das Prinzip strenger Trennung von Religion und Staat zu Grunde liegt.

    Nur weil man ein Laizist ist, heißt das lange
    nicht, dass man Schweinefleisch isst. Ich bin auch muslime (versuche auch zu praktizieren), esse kein Schweinefleisch und bin für das Laizismus.

    Ist das deiner Meinung nach, nicht eine Pauschalierung und eine Beleidung, was du geschrieben hast?

    Reply
  8. Alfred Jodokus Qwak

    Hallo an alle,

    ich möchte hier ganz ehrlich nicht herablassend klingen aber wer sagt, dass Islam und Laizismus vereinbar seien, der hat mindestens eines von beiden nicht verstanden. Das heisst nicht, dass Muslime auch Laizisten sein können, jedoch können diese sich dafür nicht auf den Islam berufen.
    Liebe Grüße!

    Reply
  9. Anonymous

    Wenn der Islam nur nicht so kuffarophob wäre, dann würde es für keinen Rassisten einen Sinn machen, Menschen mit einer (vermuteten) Herkunft aus Ländern mit Bauchtanztradition mit schicksalsergebener Höllenfeuerfurcht etc. in Verbindung zu bringen.

    Reply
  10. Ethem Abdussamed

    Ich verstehe leider nicht was du mit laizismus meinst. Es tut mir auch Leid das du dich angegriffen fühlst.
    Doch die Laizisten aus meiner eigenen Familie, die ich sehe, sind solche die dem Islam verfeindet sind.

    Reply
  11. Anonymous

    Ich als christlich erzogener, atheistischer und laizistischer Biodeutscher finde Kübras Artikel mal wieder sehr gut!
    Mach weiter so und lass dich nicht einschüchtern.

    Reply
  12. Anonymous

    masha2alla
    ich bin ich seeeeeeeeeeeeeehr stolz auf dich,
    du bist ein sehr gutes Vorbild und ensha2alla
    wird su viele andere Muslime darin stärken
    sich in der Gesellschaft zu äußern ohen dabei Angst zu haben schief angeguckt zu werden.
    All meine Freunde bewundern dich und sagen dir, dass sie dich unterszützen werden..
    es ist kein leichter Weg aber es ist ein sehr wichtiger Weg. Du hast den ersten Schritt
    gemacht und wir alle werden bei denw eiteren Schritten mithelfen

    Nochmals..du spricht uns allen aus der Seele
    und deine Artikel sind super!!!!!!

    Reply
  13. Anonymous

    @21
    Ihr Beitrag klingt wie eine Drohung gegenüber der Mehrheitsgesellschaft und ist sicherlich auch ganz genauso gemeint.

    Reply
  14. Peter

    Also gehts dir doch um Religion, Kübra. Man merkt sehr wohl, dass du hin- und hergerissen bist und die Konflikte des Islams mit unserem aufgeklärten Land feststellst. Wie auch die Kommentare hier zeigen.

    Da kannste zwar nochmal die Rassismuskeule schwingen, aber mit Ethnie hat es alles nix zu tun. Es hat ganz einfach mit…. dem Islam zu tun! Sehr viele Fargen und Aspekte sidn ungeklärt, auf die Msulime ungern eingehen:

    Mangelnder Aufklärungsprozess, Anspruch die “einzig wahre Religion” zu sein, entsprechendes Vorgehen in islamischen Ländern, mangelnde weltliche Ausbildung islamischer Prediger, Unterdrückung der Frau…

    Der Mordanschlag ist natürlich mit nix schönzureden, verurteile ich aufs Schärfste!! Schwachkopf, ich hoffe du nutzt die Möglichekeiten der Strafverfolgung.

    Um Sarrazinisches Level zu erreichen, musst du dir aber wohl noch einiges Leisten ;)

    Reply
  15. Peter

    Sorry, nicht Mordanschlag, sondern Drohung wollte ich schreiben. Und mit Schwachkopf ist natürlich der Schwachkopf gemeint!

    Reply
  16. Anonymous

    @Peter, Anspruch die einzige wahre Religion zu sein haben doch alle Buchreligionen. Das gefällt mir als Atheist bei allen dreien nicht. Solange sie aber die anderen Menschen in Ruhe lassen, die ihrerseits religiös sind oder eben nicht, ist mir das wurscht.
    Mich stören einzig und allein Missionare, welcher Konfession oder Religion auch immer, die anderen ihren Glauben aufdrängen wollen.

    Reply
  17. Anonymous

    @und Peter, wenn du Kübra die Rassismuskeule vorwirfst, dann ist “Unterdrückung der Frau” mindestens die “Klischeekeule”. Natürlich gibts das, in vielen Ländern, manchmal im Zusammenhang mit Religion (natürlich nicht nur Islam), oft verbunden mit überlieferten Traditionen, die älter sind, als die jeweils vorherrschenden Religionen. Aber “den Islam” damit gleichzusetzen ist billig.

    Reply
  18. Peter

    Das stimmt eben nicht! Der Koran ist die wörtliche Rede Gottes, die Bibel von Menschen gemachtes Werk. Der Islam entstand nach dem Christentum udn hat sich genau aus diesem Grund auch verbreitet.

    Der andere große Untschied ist, dass der Islam eine europäische Aufklärung nie mitgemacht hat. Das geschieht gerade und es ist unser gutes Recht im unserem Land, solche Fragen zu stellen. Ob Muslime wollen oder nciht. Die Rassismukeule beeindruckt nicht wirklich, hört man oft genug. Es geht um den Islam, nciht um Ethnie. Das ist Schmarrn.

    Ich persönlich finde eh alle drei monotheistischen Religionen ziemlich langweilig (wie Atheismus im übrigen auch). Die polytheistischen Religionen sind wesentlich spannender.

    Reply
  19. Anonymous

    @28

    Es gibts nichts Positives, was die Religion und im Speziellen der Islam der Menschheit gebracht hat. Nur Angst, Unterdrückung, Rückständigkeit, Konformität und blanken Terror.

    Deshalb ist es abzulehnen, dass sich eine solche archaische und zur Aufklärung offenbar nicht fähige Religion hier in Deutschland weiter ausbreitet. Andernfalls werden die Abweichler und Ungläubigen nichts zu lachen haben, das zeigt sich überall dort, wo die Religion bestimmendes Element ist, gibt man sich heute auch noch als butterweich aus.

    (Das zeigt ja auch der Nachtrag der Blogerin bzgl. Laizismus. Wenn die könnte, wie sie wollte, würde sie wohl auch noch ganz anderes schreiben).

    Glücklicherweise sehen das immer mehr Menschen europaweit so. Da wird auch die obligatorische Rassismuskeule nichts dran ändern.

    Reply
  20. Anonymous

    @Peter, wenn ich mir die katholische Kirche angucke, ist da aber von der Aufklärung nicht viel angekommen. Ich wüsste z.B. nicht, dass im Islam Kondome verboten wären, wie es der Papst von seinen Schäfchen fordert.

    Ich erkenne keine grundlegenden Unterschiede zwischen den Buchreligionen. Da ist sicherlich bei allen dreien viel Reformbedarf. Aber das “christlich-jüdisch” geprägte Deutschland geht lieber auf die Muslime los. Aber sprach nicht schon Jesus das Gleichnis vom Splitter im Auge des anderen, der eher wahrgenommen wird, als der Balken im eigenen…

    Reply
  21. Anonymous

    @30: “und im speziellen der Islam”, wenn ich da an Kreuzzüge, Inquisition, Hexenverbrennungen und die Kolonialisierung der Amerikas denke, empfehle ich dir doch nicht ausgerechnet den Islam hervorzuheben. Können wir uns nicht einigen, dass oft im Namen von Religion großes Unrecht begangen wurde, ohne gegeneinander aufzurechnen?
    20, 23, 27, 28 und 31 sind von mir.

    Reply
  22. Anonymous

    @31

    Wen wollen Sie denn mit Katholikenbashing hinterm Ofen hervorholen? Dass diese Kirche in ihrer dogamtischen Ausprägung nicht alle Steine auf der Schleuder hat, ist in diesem Land doch schon lange Konsens.

    Wer hält sich denn in Deutschland an die wirren Vorschriften des Pabstes? Allenfalls eine durchgeknallte Minderheit, die auch ganz klar als solche benannt wird.

    Insofern haben wir diese Zöpfe glücklicherweise bereits abgeschnitten. Wie stehts mit der muslimischen Welt?

    Reply
  23. Anonymous

    @32

    Oh, ja, die Kreuzzüge, na sicherlich. Die Bevölkerung interessiert aber das Hier und Jetzt. Und da siehts mit dem Islam mau aus, nicht mit den sich positiver Weise auf dem absteigenden Ast befindlichen christlichen Kirchen.

    Reply
  24. Peter

    Europäische Aufklärung heißt doch gerade die Emanzipation vom Christentum. Aufklärung und Christentum lässt sich nciht trennen. Wie gesgat, das war eine langer und blutiger Prozess. Ich will diesen Prozess nciht noch einmal für den Islam.

    Der Papst ist doch das weltliche Element im göttlichen “System”, der Vermittler sozusagen. Gibts im Islam nciht, Stichwort “direktes Wort Gottes”.

    Das der Papst sich gegen Kondome ausspricht, sit seine Entscheidung, hat aber mit der europäischen Aufklärung gar nichts zu tun.

    Reply
  25. Anonymous

    @33, ja wie stehts mit der muslimischen Welt? Welche muslimische Welt meinen Sie? Es gibt ja doch sehr unterschiedliche alleine in Deutschland.

    Und ich habe bis heute nicht verstanden, warum wir Christen und Atheisten diese Diskussion überhaupt führen. Warum lassen wir die Muslime die Diskussion nicht selbst untereinander führen?

    Reply
  26. BaTuRa

    “Es gibts nichts Positives, was die Religion und im Speziellen der Islam der Menschheit gebracht hat. Nur Angst, Unterdrückung, Rückständigkeit, Konformität und blanken Terror.”

    Hat einer mal den Koran aufgeschlagen und durchgelesen? Keine einzelnen Suren, sondern im Zusammenhang? Man sollte sich allgemein keine Meinung zu einem Buch bzw. in dem Fall einen Glauben bilden bevor man es selbst nicht gelesen und studiert hat.

    Reply
  27. Peter

    Hab ich, finds langweilig. Ich find das Vorhandensein von mehreren Göttern einfach interessanter, bunter.

    Aber ist eh auch Blödsinn, was du zitiert hast. Ohne Religionen würde wir alle wohl nicht existieren. Erst durch die Religionen konnte sich die Menschheit entwickeln, im positiven, aber leider auch im negativen.

    Reply
  28. ubarto

    Ich denke worauf Kübra hinaus will ist folgendes: Es ist ein Riesenunterschied ob ich z.B. frage “Darf ich Dir ein Glas Wein anbieten oder trinkst Du aus religösen Gründen keinen Alkohol?” und “Was, Du gehst auf Parties und trinkst Alkohol?! Aber Du bist doch aus dem Iran und Ihr Muslime dürft das doch gar nicht”.

    Selber habe ich z.B. auch gar kein Problem damit, wenn mich Leute fragen “Sie haben aber einen ungewöhnlichen Nachnamen, wo kommt der den her?” Wenn ich dann erkläre dass mein Mann Tscheche ist und mir dann entgegengeschleudert wird “Wieso mussten Sie als Deutsche den unbedingt einen Tschechen heiraten? So eine hübsche Frau wie sie hätte ja auch einen deutschen Mann haben können”, werde ich allerdings sauer (im übrigen hat mir das sehr zu denken gegeben. Wenn mein Mann als äußerlich nicht erkennbarer Ausländer aus einem Nachbarland mit quasi identischem Kulturkreis schon so abschätzig betrachtet wird ist das wahrscheinlich nur ein Bruchteil dessen, was äußerlich erkennbare Nicht-Bio-Deutsche sich so tagtäglich anhören dürfen).

    Ich denke gegen höfliche Neugier hat niemand was. Es geht einfach darum, vorschnell in Schubladen (in dem Fall die Islamschublade) gesteckt zu werden. Als junge Frau in einem akademischen, von Männern dominierten Beruf, die auch mal gerne wenn ihr danach ist bunte Glitzersteinchen auf ihre Fingernägel klebt kenne ich das mit den Schubladen ;-).

    Ganz unabhängig von diesem Beitrag möchte ich Dir, liebe Kübra (ich hoffe es ist ok wenn ich Dich einfach duze, wir sind so ziemlich im gleichen Alter :-)) für Deinen Blog danken. Ich muss zugeben, dass mein Islambild, vor allem was das Thema Kopftuch angeht doch sehr oberflächlich war. Seitdem ich bei Dir mitlese habe ich meine Vorurteile überdacht und hoffentlich weitgehend abgelegt. Aber ich arbeite weiter dran, versprochen! :-)

    Reply
  29. Zara

    wooow…..also eine noch größere Werbung für

    den Islam hätte man gar nicht machen können:)
    …dafür muss ich dir in erster Linie danken:)

    Denn ich denke wohl kaum, dass jemand, der mehr über diese Religion wissen möchte, aufmerksam gemacht durch deinen beitrag, es darauf beruhen lassen und den gesamten Islam danach beurteilen wird, denn sonst wäre es ja total idiotisch…hihihi:)

    Also, danke:)
    war mal wieder sehr amüsant!

    ps. schön, dass alle Gegenmeinungskommentare von dir gelöscht werden, welch eine Kontrolle, damit auch ja nicht die Wahrheit ans LIcht kommt ;)

    Reply
  30. Marc

    Liebe Kübra Yücel,

    ich muss sagen, dass Sie es mit diesem Artikel wirklich auf den Punkt gebracht haben. Ich bin leider erst viel zu spät (durch den Auftritt bei Maischberger) auf Sie aufmerksam geworden. Sie stehen für mich für eine Generation selbstbestimmter muslimischer Frauen, die das Kopftuch aus eignem Willen und aus eigenem Glauben heraus tragen. Wir sollten trotzdem aber nicht davor die Augen verschließen, dass es weiterhin noch die Mädchen gibt, die dazu gezwungen werden. Ich bin zwar selber Deutscher und auch kein Muslim, bin aber größtenteils in einem muslimischen Umfeld aufgewachsen und kenne mich gut mit der Problematik des Themas (Moslem=Terrorist)aus und interessiere mich sehr dafür.
    Meiner Meinung nach sind wir doch alle Menschen und solange wir unsere Mitmenschen akzeptieren und niemand durch die Ausübung unseres Glaubens einschränken, sollte die Religion doch nicht Thema des menschlichen Zusammenlebens sein. Ich bin zwar selber nicht religiös, aber akzeptiere es, wenn Menschen nach einer bestimmten Religion leben wollen, solange sie meine Ansichten über Religion auch akzeptieren und tolerieren können.
    Das Stückchen Stoff, was eine Frau mit Kopftuch trägt, sollte im Privat und Arbeitsleben nicht auschlaggebend dafür sein, wie wir einen Menschen sehen und ihn wahrnehmen. Dennoch vertrete ich aber die Auffassung, dass wir uns von dem Kopftuch in der schulischen Ausbildung und staatlichen Ämter verabschieden sollten. Ich kenne ihre Meinung dazu nicht und möchte darüber auch nicht mutmaßen, aber ich denke, dass es dazu beitragen würde, jenen jungen Frauen zu helfen, die wirklich dazu gezwungen werden. Es ist für mich immer die Aufgabe des Staates das schwächste Glied der Gesellschaft zu schützen, was eben in diesem Fall Mädchen wären, die (unter welchen Umständen auch immer) gezwungen werden, das Kopftuch zu tragen. Laizismus steht für mich an erster Stelle, wobei ich verstehen kann, weshalb Muslime in Europa ein stärken des Laizismus mit dem Rassismus ihnen gegenüber gleichsetzen. Europa und nicht nur Deutschland braucht eine strikte Trennung von Staat und Religion, wenn unsere Gesellschaften immer bunter werden, um die Chancengleichheit aller zu gewährleisten. Dieser Laizismus muss aber für ALLE Religionen gelten, dass heißt dann, wenn eine muslimische Frau mit ihrem Kopftuch nicht an einer staatlichen Schule unterrichten darf,so darf das dann auch keine Nonne katholischen Mädchenschulen mehr. Ich denke aber, dass wir diesen Schritt brauchen, sowohl von der Seite der Muslime, Christen, Juden und auch Atheisten aus, um zu gewährleisten, dass wir den Menschen an erster Stelle sehen und nicht seine Herkunft.
    Trotz dieser vielleicht widersprüchlichen Auffasung möchte ich Sie dazu ermutigen weiterzumachen, denn auch wenn wir uns vielleicht nicht zu hundertprozent übereinstimmen in unseren Auffasungen, denke ich, dass es Ihnen und mir genau so wichtig ist, den Menschen an erster Stelle zu sehen und den Rassismus zu bekämpfen.

    Mit freundlichen Grüßen Marc aus Frankfurt

    Reply
  31. andreask9

    nun meine lieben ‘europaeische’ Aufklaerungs-überzeugten Religionsveraechter und/oder Polytheisten, jemals die ‘kritische Theorie’ in Betracht gezogen, die eine direkte Folge eures Aufklaerungsprozesses ist, genauer gesagt sich ziemlich am Zentrum dessen befand und befindet und die nicht muede wurde die Mythen anzugehen, die der ‘Aufklaerungsprozess’ selbst erzeugte. Man liest hier immer wieder von Aufklaerung, ‘westlichem’ Laizismus etc., aber habt ihr jemals in Betracht gezogen, dass die Aufklaerung in der Zerstoerung der ‘Mythen’ der monotheistischen Religionen den biologischen Rassismus erfunden hat, den Kolonialismus begruendet und zum Exzess gefuehrt hat, die Eugenik auf eine theoret. Grundlage gestellt hat, die Rassen- und ‘Sozialhygiene’ propagiert und fuer die ruecksichtlosteste Zerstoerung menschlichen Leben verantwortlich ist, die die Menschheit je gesehen hat? Die groessten Helden der Wissenschaft haben noch als Europa bereits in Truemmern lag, auf die erloesende Kraft der Atombombe in den Haenden der Nazis gehofft (Heisenberg etwa), aber das alles ist ja nie passiert, das zaehlt nicht, was zaehlt sind die Erfolge, die ‘Emanzipation’ der Frau, die Reformen des Strafrechts, oder die Sozialsysteme? Aber seid doch mal ehrlich, gerade ihr ‘Islamkritiker’, wieviele Buecher westlicher Feministinnen stehen denn in euren Regalen, wie oft habt ihr euch fuer das Fortbestehen der europ. Sozialsysteme stark gemacht und wie oft habt ihr die weitere Liberalisierung des europ. Strafrechts und die Staerkung zivilgesellschaftlichen Engangements gefordert? Wie oft?

    Reply
  32. Anonymous

    Anonym hat gesagt… 44

    “Hat einer mal den Koran aufgeschlagen und durchgelesen? Keine einzelnen Suren, sondern im Zusammenhang? Man sollte sich allgemein keine Meinung zu einem Buch bzw. in dem Fall einen Glauben bilden bevor man es selbst nicht gelesen und studiert hat.”

    Ich habe mal begonnen den Koran zu lesen, aber ziemlich schnell wurde mir der Blödsinn zu viel. Als Klopapier waren die Seiten zu hart, im Kachelofen hat der Mist aber gut gebrannt, hat nicht mal gestunken.

    Klingt so als ob du deine Handlung belustigend oder gar gut findest–man mag ja geteilter Meinung sein aber in diesem Falle fällt mir nur eines zu ein: Infantiles rücksichtsloses Geplänkel…. wenn du nichts geistreiches zu melden hast dann spar uns bitte Einzelheiten aus deinem täglichen handeln die NIEMAND lesen will!!
    Das man einige heut meinen auf pfui ´deifel komm raus ironisch bzw. sarkastisch sein zu wollen, ohne dabei im geringsten noch auf die Gefühle anderer Rücksicht zunehmen ist einfach nicht hinnehmbar!

    Reply
  33. Anonymous

    …Ja mach das Schwester, sperr zur Not die Kommentarfunktion! Teilweise hat man echt das Gefühl, als wäre man hier bei Kommentaren zu (islamischen) YouTube-Videos gelandet, wo sich die Islamhasser mal so richtig austoben können. Nur, dass sie sich hier große Mühe geben, genau so gut zu formulieren wie du ;)))

    Und was man auch erkennen kann, sind zwei Parteien: die, die den Islam verteidigen und die, die sein Licht am liebsten mit ihren Mündern auslöschen würden. Ein paar Ausnahmen auf Seiten der Nicht-Muslime (z.B. den Beitrag um 10.09 Uhr) machen zum Glück noch Hoffnung :)

    Jedenfalls wünsche ich dir viel Kraft und Durchhaltevermögen. Allah senden razidir. S.a.

    Reply
  34. Anonymous

    Der Artikel spricht mir aus der Seele. Natuerlich kann ich nicht alles teilen, aber im Groben und Ganzen beschreibt dieser auch meine Situation. Ich wurde nie getrauft, gehoere keiner Religion an und schaue mir hin und wieder mit großem Schaudern das Wueten von fanatisch religoesen Leuten an:
    Die Christen mordeten und morden und pluenderten und pluendern. Die Moslems taten und tun das auch. Und das angeblich im Namen von irgendeinem maennlichen Gott.

    Ich halte mich da mehr an die Philosophie, die Naturwissenschaften und ein gesundes! Miteinander, ohne Hass und Neid aber dafuer mit mehr Umsichtnahme und Respekt fuer alles und jedes.

    Am 11. September 2001 sahen mich die Rassisten in Deutschland – auf Grund meiner schwarzen Haut – als Menschen moslimischen Glaubens an. Die einen versuchten mich zu verpruegeln, andere beschimpften mich und noch andere sahen in mir eine Gefahr, ueberlegten, ob sie die Polizei rufen sollten, und hatten Angst vor mir.

    Waere ich weiß gewesen, dann waere fuer mich diese Zeit ganz normal, wie immer verlaufen. Denn ich trage keine religioesen Symbole an mir und bin aeußerlich im Grunde voellig unauffaellig.
    Also war es meine Hautfarbe und die Reaktiionen auf mich eine rassistisch motivierte Verortung meiner Person zum Islam.
    Dieses Rassismus-Beispiel ist doch hoffentlich gut zu verstehen – auch fuer die/den/das “Anonym” in dieser Diskussion.

    Eine Religionsdebatte werde ich hier nicht fuehren, da diese im einzelnen am Thema vorbei fuehrt und im Grunde kein zufriedenstellendes Ergebnis zur Folge hat. Auch ist es nichts Neues, dass in der BRD der Staat/Regierung usw. nicht von der Religion getrennt sind. – Genauso wie z.B. in der Tuerkei.

    Ich gruße Euch alle, die ihren Kopf zum freien und fexiblen Denken verwenden und mit Haut und Haar daran “glauben”.

    M.f.G.

    Flora E. Bernhagen
    http://www.flora-medienwerkstatt-berlin.info

    Reply
  35. Ethem Abdussamed

    Ist schon interessant wie die vermeintlichen Aufklärer beleidigent in diesem Blog agieren. Und das auch noch anonym. Das zeigt schon die feige Haltung dieser Leute.
    Liebe Islamhasser. Die Aufklärer waren tolerante Leute, die auch den Islam geschätzt haben. erinnert euch doch an Goethe “Wet östlicher Divan), Ephraim Lessing der über Saladin geschireben hat und Kant dessen Überlegungen al-Ghazalis doch in vielen Punkten ähnelt. Die Aufklärer haben nicht die Religion, sondern nur das Christentum, geläugnet. Es würde den Islamhassern vielleicht gut tun diese Texte zu lesen:

    http://grupvaha.wordpress.com/2009/09/15/aufklarung-vs-religion/

    und

    http://grupvaha.wordpress.com/2010/02/20/al-ghazali-wie-kommt-man-zu-einer-erkenntnis/

    Mach weiter so Kübra. Lass dich nicnt von diesen Leuten einschüchter. BiIznIAllah stehen wir hinter dir.

    Reply
  36. Anonymous

    Liebe Kübra,
    ich gebe zu: Es klingt alles sehr logisch was Du so schreibst. Ein Kopftuch ist schließlich nur ein Kopftuch, und wenn eine Frau aus religiösen Gründen gern eins tragen will, darf einem in einem freien Land wie Deutschland da keiner reinreden oder einem gar das „Deutschsein” absprechen.
    Das ist aber leider nur ein Teil der Wahrheit. Es gab auch in Deutschland Zeiten, da hat sich niemand übers Kopftuch aufgeregt.
    Es regt sich auch niemand über die Parallelgesellschaften auf, die z. B. Japaner in Deutschland bilden. Denn Japaner halten sich in der Regel an die Gesetze, schicken ihre Kinder in die Schule und sorgen dafür, dass sie eine Berufsausbildung machen. Auch Ehrenmorde (in Deutschland gibt es davon mindestens 12-18 pro Jahr) finden unter Japanern nicht statt.

    Da muss man sich doch fragen: Was war eher da, die Henne oder das Ei?

    Ich bin mir sicher: wären alle Muslime, ob nun atheistisch oder nicht, wie die Japaner, hätte niemand hier ein Problem mit dem Kopftuch.
    Jeder, der sich anders kleidet als der Durchschnitt, muss zunächst mit komischen Blicken oder Kommentaren rechnen – das gilt auch für giftgrüne Haare oder wenn man nur im Bikini herumlaufen würde. Aber wenn die mit den giftgrünen Haaren sich ganz normal verhalten, gewöhnen sich alle mit der Zeit daran und irgendwann ist es auch „normal“ – wie bei den Piercings und Tattoos, die inzwischen gesellschaftsfähig geworden sind!

    Du bist frei, Du bist unabhängig, Du musst keinem Mann gehorchen, da ist es egal, ob Du ein Kopftuch trägst oder nicht.

    Aber: kannst Du garantieren, dass kein Mädchen und keine Frau in Deutschland unter das Kopftuch gezwungen wird?
    Oder dazu, früh zu heiraten? Oder daran gehindert wird, Deutsch zu lernen, eine Berufsausbildung zu machen, oder geschlagen wird? Es steht schließlich auch im Koran, dass es erlaubt ist, Frauen zu schlagen wenn sie ungehorsam sind – schau Dir doch mal an, wie hoch der Anteil muslimischer Frauen in Frauenhäusern ist!

    Findest Du es wirklich in Ordnung, Frauen und Mädchen wie Morsal aus Hamburg, die mit 16 (!) Jahren sterben musste, weil sie wie eine Deutsche leben wollte, als bedauerliche „Einzelfälle“ abzutun? Nur weil Dir das nicht passieren kann? Ist Dir das alles egal?
    Wäre es nicht besser, sich von falschen Idealen zu lösen, als das Menschen wie Morsal für falsche Ideale sterben müssen?

    Denn das Kopftuch ist nicht nur ein religiöses Symbol, es ist auch das Symbol des Jungfrauenkults des Islams und die Unterwerfung der Muslima unter den Mann. Den es bei der katholischen Kirche übrigens genauso gab – in aufgeklärten Ländern wie Deutschland aber zum Glück nicht mehr.
    Aber erst wenn wirklich ALLE Frauen die in Deutschland leben sich frei entscheiden können, ob sie Kopftücher tragen oder als Jungfrauen in die Ehe gehen wollen oder nicht kann man es auch „nur“ als Kleidungsstück sehen und davon ausgehen, dass es jede freiwillig trägt. Vorher nicht.

    Du setzt Dich so massiv für die Akzeptanz des Kopftuches ein – wo bleibt Dein Engagement für Frauen, die unter das Kopftuch gezwungen werden? Oder hast Du als gebildete Muslima sowieso keinen Kontakt zu Frauen, die aus Anatolien nach Deutschland verfrachtet werden, um hier einen ihnen bisher nahezu unbekannten Mann zu heiraten und dann unter der Fuchtel der Schwiegermutter zu stehen? Hast Du eine Ahnung wie es sein muss. in einem deutschen Krankenhaus ein Kind zu bekommen und kein Wort Deutsch zu verstehen?

    Reply
  37. Anonymous

    “Du setzt Dich so massiv für die Akzeptanz des Kopftuches ein – wo bleibt Dein Engagement für Frauen, die unter das Kopftuch gezwungen werden?”

    Weil sie es prinzipiell gut findet kommt da nichts. Das fällt dann unter “Wo gehobelt wird, da fallen Späne!” Diese Ultrareligiösen kennen nur ihre eigene, intolerante Wahrheit.

    Man wird Sie jetzt aber des Rassismus bezichtigen, denn wie können Sie es wagen, von Muslimen zu fordern, Stellung zu beziehen, gegen Taten, die im Namen des Islam begangen werden. Böse, böse…

    Der Islam ist ganz toll und tolerant. Das würde ja schon Andalusien beweisen kommt dann. Langs ists allerdings her…

    Reply
  38. Anonymous

    Kübras Geschichtchen werden immer abstruser und hanebüchener. Jetzt will sie also auch noch eine Morddrohung bekommen haben. War ja klar, nachdem super-pöse deutsche Tankwarte, fies-unsolidarische Juden aus Marokko, gemeine Kommilitonen, ignorante Mitreisende in Flugzeugen oder jede Menge wildfremde Menschen in Deutschland und anderwo – die anscheinend alle nichts besseres zu tun hatten, als der armen Kübra das Leben schwer zu machen – offensichtlich nicht ausreichten, um für genügend Aufmerksamkeit zu sorgen. Denn darum geht es Yücel in aller erster Linie, den Bohai um die eigene Person am Kochen zu halten, mit der immer gleichen Story: “Kübra und wie fies die Welt zu ihr ist”. Die Abwandlungen von Artikel zu Artikel sind marginal, die Muster immer dieselben und die Pointen faktisch deckungsgleich. Muslime haben die Arschkarte gezogen, selbst wenn sie manchmal gar keine sind. Das zu “beweisen” fällt der Kübra nicht besonders schwer, denn anscheinend verfügt sie über einen schier unerschöpflichen Freundes- und Bekanntenkreis, welcher für jeden Annlass etwas zu bieten hat. Für obigen Artikel werden mal fix die “atheistische iranische Freundin” und ein “türkischer laizistischer(sic!) Bekannter” rausgekramt. Früher traten auch schon der angehende jüdische Rabiner – natürlich als liberal und ohne die typischen jüdischen Äusserlichkeiten beschrieben – oder die unglaublich hippe und modbewusste afrikanisch-britische Muslimin im Hijab auf. Diese und viele andere, holzschnittartig-plakativ beschriebenen, Freunde und/oder Bekannte dienen eigentlich nur zur Staffage und Untermauerung von Yücels gebetmühlenartig wiederkehrenden Thesen von der organisierten Diskriminierung “der Muslime” im allgemeinen und ihrer eigenen Person im besonderen. Wobei sie sich nie so richtig entscheiden kann, was ihr mehr stinkt, die angebliche Diskriminierung oder das ach so gemeine Ignorieren ihr Person. Deshalb packt sie auch des öfteren ein Art revolutionäres Aufbegehren – sie nennt es ihren “kleinen Rebellionszwerg” – welches dann in abstruse Life-Performances mündet, wie z.B. ihre zutiefst peinliche Aktion “YEAH! BURQA IN FRANKREICH!” vom 2.Oktober diesen Jahre, nachzulesen auf diesem Blog. Die sich daraus zwangsläufig ergebende Steigerung kann man nun in obigem Artikel bewundern.

    Reply
  39. Ethem Abdussamed

    Warum habt ihr feindlichen Personen denn immer Angst euren Namen preiszugeben.
    Man merkt eure Hoffnungslosigkeit an. Ihr habt keine richtige Meinung sondern müsst Leute beleidigen. Was anderes fällt euch wohl nicht ein. Man kann mit einer Person nicht gleicher Meinung sein, doch muss man sie nicht beleidigen.
    Wennn dir die Geschichten abstrus und falsch vorkommen musst du sie nicht lesen.
    Mit euren beleidigenden Kommentaren kommt ihr bei uns nicht weiter.
    Wir stehen hinter Kübra und verteidigen sie.

    Reply
  40. Anonymous

    “Warum habt ihr feindlichen Personen denn immer Angst euren Namen preiszugeben.”
    Nenn mich einfach Theo van Gogh.

    “Man kann mit einer Person nicht gleicher Meinung sein, doch muss man sie nicht beleidigen.”
    Stimmt auf offener Strasse abschlachten ist besser.

    Reply
  41. Ethem Abdussamed

    Die Diener des Allerbarmers sind diejenigen, die maßvoll auf der Erde umhergehen und die, wenn die Toren sie ansprechen, sagen: „Frieden!“
    Koran: Sure: Furkan 63
    “Und (auch) diejenigen, die keine Falschaussage bezeugen und, wenn sie im Vorbeigehen unbedachte Rede (hören), würdevoll weitergehen.” Furkan 72

    Wir müssen uns nicht auf ein solches Niveau herablassen!!!

    Reply
  42. Anonymous

    “”Und (auch) diejenigen, die keine Falschaussage bezeugen und, wenn sie im Vorbeigehen unbedachte Rede (hören), würdevoll weitergehen.” Furkan 72″

    Allerbarmigste Entschuldigung. Du hast Recht, Theo van Gogh wurde nicht abgeschlachtet sondern erschossen.
    Hab ich noch Chancen auf’s Paradies beim Allerbarmer?

    Reply
  43. moslaemm

    Alta, was is nu mit de Morddrohunk?
    Willsu nisch ma langsam de Screenshot veröffentlichen, guckst du.

    Willsch wissen, wer meine Kopftuchzicke abmurksen will, isch schwör.

    Reply
  44. Peter

    @ Ethem: Herrlich, du redest groß von der doofen Anynonymität, schreibst aber selber in deinem Block: “Kaffee ist meine Leidenschaft. Das ist das einzigste was ihr über mich wissen müsst.”

    Man kann auch anonym sachlich diskutieren. Ich hab mehrere Punkte gebracht, auf die ncoh nie ein Muslim ‘ne Antwort parat hatte, hier auch nicht. Stattdessen: Lasst euch auf dieses Niveau, “die” wollen, dass “wir” so werden, wie “die”…

    Hier nochmal die Punkte:

    Mangelnder Aufklärungsprozess, Anspruch die “einzig wahre Religion” zu sein, entsprechendes Vorgehen in islamischen Ländern, mangelnde weltliche Ausbildung islamischer Prediger, Unterdrückung der Frau.

    Kübra macht zumindesten macht den Eindruck, dass bei ihr ein kritischer Blick auf die eigene Religion möglich ist. Ansonsten würde ich den Blog hier auhc gar nciht lesen, finds ziemlich unspektakulär, was ‘ne junge Hamburgerin von Mode und Essen hält. Aber dann kam wieder die Rassismuskeule, Gäääähn, haben wir ja ncoh nie gehört! Langweiliger gehts nicht. Ein guter Grund jedenfalls, hier nciht merh reinzuschauen

    und @ moslaemm: Du bist echt fertig mit der Welt hier! Isch schwör dreimal merh wie du!

    Reply
  45. Ethem Abdussamed

    “Mangelnder Aufklärungsprozess, Anspruch die “einzig wahre Religion” zu sein, entsprechendes Vorgehen in islamischen Ländern, mangelnde weltliche Ausbildung islamischer Prediger, Unterdrückung der Frau.”
    Also
    eine sachliche und nüchterne Diskussion ist auch unser Ziel. Gerade dies wird bei einigen nicht beachtet. Das ist ja gerader unser Kritikpunkt. Wenn man dann zu deinen Fragen kommt.
    Eine Aufklärung wie es sie europa durchlebt hat, haben die islamischen Länder nicht durchlebt. Dies hat viele Gründe, wie z.B. das die islamschen Länder kein richtiges Bürgertum hatten. Dort waren die Gesellschaftlichen Strukturen ganz anders als hierzulande. Zweitens wurden die islamischen Länder nicht durch die Religion unterdrückt. Ganz im Gegenteil beweisen Andalusien und Co die Fortschrittlichkeit, dieser Regionen. Das dunkle Mittelalter in Europa war für die islamsichen Länder, wie jeder leicht nachlesen kann, ein goldenes Jahrhundert. Das Volk war also nie in einer solch miserablen Lage. Sie dachten noch nicht mal an ein Aufklärungsprozess. Als Abdulhamit, einer der letzten osmanischen Sultane Reformen zur Demokratisierung durchführte stieß dies auf Unverständnis. Heute sind die islamischen Länder jedoch in einer miserablen Lage. Armut und Elend herrscht überall. Da denkt keiner an Aufklärung, die Familie zu ernähren ist wichtiger. Leider profitieren wir von der Armut dieser Länder, darüber sollten wir auch mal nachdenken. Wir alle!!!
    Dann zu der zweiten Frage.
    Jeder hat ein Anspruch auf Wahrheit. Sei es der religiöse oder der Atheist. Religion gehört ja wie jeder weiß zur Metaphysik. Man kann weder empirisch beweisen das es Gott gibt, noch wiederlegen. Man glaubt daran oder nicht.
    Du hast recht das unsere islamischen Prediger mangelnde weltliche kenntniss haben, von der Sprache angefangen. Dies haben wir Muslime aber längst schon bemerkt und Osnabrück gibt es wie die villeicht auch schon gehört hast eine Imamweiterbildung und bals auch eine Imam ausbildung. Außerdem hat Professor Rauf Ceylan, auch lehrend in Osnabrück, eine Publikation über die Imame rausgebracht.
    Ganz einfach für 4.50 bei der Bundeszentrale für politische Bildung zu bestellen unter dieser Adresse:
    http://www.bpb.de/publikationen/KRXX2N,0,0,Die_Prediger_des_Islam.html

    Reply
  46. Ethem Abdussamed

    “Mangelnder Aufklärungsprozess, Anspruch die “einzig wahre Religion” zu sein, entsprechendes Vorgehen in islamischen Ländern, mangelnde weltliche Ausbildung islamischer Prediger, Unterdrückung der Frau.”
    Also
    eine sachliche und nüchterne Diskussion ist auch unser Ziel. Gerade dies wird bei einigen nicht beachtet. Das ist ja gerade unser Kritikpunkt. Wenn man dann zu deinen Fragen kommt.
    Eine Aufklärung wie es sie Europa durchlebt hat, haben die islamischen Länder nicht durchlebt. Dies hat viele Gründe, wie z.B. das die islamischen Länder kein richtiges Bürgertum hatten. Dort waren die Gesellschaftlichen Strukturen ganz anders als hierzulande. Zweitens wurden die islamischen Länder nicht durch die Religion unterdrückt. Ganz im Gegenteil beweisen Andalusien und Co die Fortschrittlichkeit, dieser Regionen. Das dunkle Mittelalter in Europa war für die islamischen Länder, wie jeder leicht nachlesen kann, ein goldenes Jahrhundert. Das Volk war also nie in einer solch miserablen Lage wie das europäische. Sie dachten noch nicht mal an ein Aufklärungsprozess. Als Abdulhamit, einer der letzten osmanischen Sultane Reformen zur Demokratisierung durchführte stieß dies auf Unverständnis. Außerdem frage ich mich doch immer häufiger was ihr doch unter Aufklärung versteht. Die Religion zu verneinen und einen strengen Materialismus zu verfolgen ist nicht aufklärerisch sondern antiaufklärerisch.

    Reply
  47. Ethem Abdussamed

    Da die Aufklärung ja den Menschen als sich selbstbestimmendes Wesen sieht, aber der Materialismus den freien Willen dem Menschen abspricht. Wie auch schon vorher erwähnt waren die Aufklärer nicht a religiös. Von der Aufklärung verstehe jedoch ich das der Mensch anfängt sein Köpfchen zu benutzen, dies ist jedoch kein Wiederspruch zum Islam, wo im Koran immer wieder das Denken angesprochen wird.
    Wenn wir denn zu der heutigen Lage der muslimischen Länder kommen. Heute sind die muslimischen Länder jedoch in einer miserablen Lage. Armut und Elend herrscht überall. Da denkt keiner an Aufklärung, die Familie zu ernähren ist wichtiger. Leider profitieren wir von der Armut dieser Länder, darüber sollten wir auch mal nachdenken. Wir alle!!!

    Reply
  48. Ethem Abdussamed

    Dann zu der zweiten Frage.
    Jeder hat ein Anspruch auf die vollkomene Wahrheit. Sei es der religiöse oder der Atheist. Religion gehört ja wie jeder weiß zur Metaphysik. Man kann weder empirisch beweisen das es Gott gibt, noch wiederlegen. Man glaubt daran oder nicht.

    Du hast recht das einige unserer islamischen Prediger mangelnde weltliche Kenntniss haben, von der Sprache angefangen. Dies haben wir Muslime aber längst schon bemerkt und in Osnabrück gibt es wie du villeicht auch schon gehört hast eine Imamweiterbildung und bald auch eine Imamausbildung. Außerdem hat Professor Rauf Ceylan, auch lehrend in Osnabrück, eine Publikation über die Imame rausgebracht.
    Ganz einfach für 4.50 bei der Bundeszentrale für politische Bildung zu bestellen unter dieser Adresse:
    http://www.bpb.de/publikationen/KRXX2N,0,0,Die_Prediger_des_Islam.html

    Wenn wir dann zu der Unterdrückung der Frau kommen, kann ich als Muslim nur sagen, das es diese Missstände natürlich gibt, aber die nicht von der Religion abhängen. Du wirst wohl nicht glauben das es so ist, aber es ist so. Ich denke im Intenet gibt es genug Publikationen über das Thema, ich muss nicht noch eins hierhin schreiben.
    Ich denke jedoch das wir Muslime diese Probleme sehen und dagegen ankämpfen. Aber ein gesellschaftlicher Wandel braucht eben seine Zeit.

    Reply
  49. Ethem Abdussamed

    Na ich denke ich konnte beweisen das man auch nüchtern und mit einer schönen Sprache kommunizieren kann. Ich hoffe ich konnte dir deine Fragen beantworten und ich hätte nämlich dann auch einige Fragen.

    Glaubst du das Deutschland heutzutage immer noch aufgeklärt ist? oder beweisen Sendungen wie “such den Superstar” längst den gegenteiligen Trend?

    p.s. ach ja zu meinem Blog. Ich denke es ist wenig spektakulär mein persönliches Leben preiszugeben. Ich denke du hättest auch kein Interesse mein Tagebuch zu lesen. Ich wollte der Gesellschaft meine Gedanken präsentieren und nicht mich selbst.
    Und außerdem bitte ich dich weiterhin keine Menschen hier zu beleidigen

    Reply
  50. Anonymous

    “Dann ist ja alles prima und gibt es keinerlei Probleme. Abgesehen von den rassistischen Deutschen natürlich…”

    Und der große Allerbarmer repariert sofort alle Mißstände. Da waren in Pakistan ein paar Wiesen und Felder am austrocknen und schon schickt der Allerbarmer Wasser für alle.

    Reply
  51. ubarto

    wieso sollte Kübra denn um ihre Religion auszuüben garantieren können, dass niemand anders (in dem Fall junge Frauen) unter dem Vorwand der gleichen Religion unterdrückt wird?!

    Das ist genauso idiotisch und unlogisch wie wenn Verfechter nicht-demokratischer Regierungen uns sagen würden: Nee, also Ihr könnt solange nicht guten Gewissens demokratisch sein wie die USA unter dem Vorwand der Demokratie und Freiheit Krieg in anderen Ländern führen und Leute foltern.

    Oder man müsste Autofahren ablehen weil jedes Jahr tausende Menschen im Straßenverkehr umkommen.

    Oder Katholiken müssten sich solange vom Katholizismus distanzieren, wie in dessen Namen Kondome verboten, sowie Frauen und Homosexuelle diskriminiert werden (und wer mir jetzt mit durchgeknallten Minderheiten kommt: Hier in der Region wurde grade eine Kindergärtnerin, die in einem katholischen Kindergarten 20 Jahre lang gearbeitet hat gekündigt, weil sie sich als lesbisch geoutet hat. Die Kirche kann in Deutschland in ihren “Institutionen” immer noch legal Leute kündigen, die nicht in ihre Glaubensvorstellung passen). Ach ja, den Anspruch “die einzig wahre Religion zu sein” hat auch das Christentum.

    Übrigens habe ich schon den ganzen Blog durchgelesen und nirgendwo gelesen, dass hier Ehrenmorde als bedauerliche Einzelfälle abgetan würden. Oder Protest dagegen gelesen, dass ein Extragesetz gegen Zwangsheirat kommen soll.

    Aber ich glaube Muslime könnten sich hierzulande Sachen wie “Ich bin gegen Terroranschläge, Ehrenmorde, Frauenunterdrückung und für Integration” aufs T-Shirt oder aufs Kopftuch schreiben und genug Leute würden trotzdem ständig von ihnen verlangen, sich zu rechtfertigen. Leider gibt es viel zu viele Leute, die sich einfach total strikt weigern Dinge zu akzeptieren, die nicht in ihr Weltbild passen, und ich fürchte, die ganzen anonymen Kommentatoren gehören dazu (besonders putzig fand ich ja, dass schon fast zweifelnd erwähnt wurde, wie Kübra ihre atheistische Freundin oder den laizistischen Bekannten als Beispiel heranzieht. Nee is klar, eine Kopftuchträgerin kann ja unmöglich eine iranische atheistische Freundin haben. Tja, was nicht in Weltbild passt darf halt nicht sein…)

    Reply
  52. Anonymous

    Befreit euch mal von dieser “ich so, er so” Diskussion. Der Islam ist nicht das Problem, sondern der Mensch der ihn lebt. An alle mit Islampsychose sei gesagt, dass bescheuerte Linkverweise auf Hinrichtungen von Christen in irgendwelchen 3. Welt Ländern kein Schwein weiterbringen. Es diskutiert schliesslich auch keiner über christliche Warlords in Afrika.

    Ansonsten ein Hoch auf deine Attitüde liebe Kübra, dass ist genau das, was ich bei vielen anderen Moslems vermisse. Den Schritt nach vorne ohne die Auseinandersetzung zu scheuen und konstruktiv mit Kritik umzugehen, da bist du den Sarrazins und Keleks dieser Welt meilenweit voraus. ; )

    Allaha emanet ol.

    Malik X

    Reply
  53. Anonymous

    (My German is far too poor to write a comment in that language, but I read it without problems..)
    A very good column, and correct observations. Why it is so difficult to see person from another country as anything else than a representant of a grey mass without any individual traits/opinions/beliefs?
    Tuomas/ Malmö, Sweden

    Reply
  54. ubarto

    @Kommentator 71: ich bin selber keine Muslima, sondern Atheistin (das wüsstest Du auch, wenn Du meine Kommentare mal alle gelesen hättest). Ich weiß sehr wohl, wer Salman Rushdie ist (ich habe einige seiner Bücher gelesen, kannst Du das gleiche von Dir behaupten?). Finde es übrigens sehr amüsant, wie Du mich aufgrund meines Kommentars in die Muslima-Schublade steckst. Quod erat demonstrandum, sag ich da nur.

    Du siehst nur das, was Du sehen willst. In diesem Blog und den Kommentaren dazu habe ich eine ganze Menge Muslime gelesen, die Gewalt eindeutig ablehnen. Im realen Leben kann ich ebenfalls mindestens 5 muslimische Bekannte aufzählen, die Gewalt in jeder Form ablehnen.
    Du aber siehst nur das, was Du sehen willst.

    Dazu noch hast Du nicht mal die Eier, mit einem Namen zu kommentieren. Sehe es als Zeichen von Toleranz dass Dein beleidigender Kommentar immer noch da steht und nicht gelöscht wurde.

    Reply
  55. Anonymous

    @ubarto

    Gewalt wird von denen nur solange abgelehnt, wie sie sich in der schwächeren Position wähnen. Sollte sich das ändern, wird den Ungläubigen aber ganz schnell mal gezeigt werden, wo der Hammer hängt. Beweis? Alle! islamischen Ländern!

    Reply
  56. Anonymous

    “Sehe es als Zeichen von Toleranz dass Dein beleidigender Kommentar immer noch da steht und nicht gelöscht wurde.”

    LOL.

    Träum weiter von toleranten Moslems.

    Reply
  57. andreask9

    ..vielleicht hier noch einmal ein paar Daten zum Thema ‘Frauenemanzipation’ im ‘aufgeklaerten’ Westen. Die aktuellen Werte fuer Frauenanteile unter Physikerinnen am ATLAS-Projekt, das ist ein Zusammenschluss von Forschergruppen an Teilchenbeschleunigern weltweit. Niemand wird bestreiten, dass der Anteil weiblicher Physikerinnen an solchen Institutionen, aufgeschluesselt nach Nationalitaet, ein ziemlich vielsagender Indikator fuer die *Wirklichkeit* der Frauenemanzipation in diesen Laendern ist und deutlich weniger evidentes als dies sollte man in solchen Diskussionne vielleicht besser fuer sich behalten.

    http://pauline.web.cern.ch/pauline/presentations/ATLAS-stats-May-2008-revised.pdf

    Vielleicht einige Ausschnitte: diejenigen Laender mit den hoechsten Frauenanteilen unter Forschern der jeweligen Nationalitaet im ATLAS-Projekt sind durchweg Geellschaften, in denen die monotheistischen Religionen stark sind, Rumaenien, die Tuerkei, Polen und Griechenland belegen die ersten vier Plaetze im ‘Frauenanteilranking’ und haben 30-40% Frauen im Projekt (Achtung, hier ist die Standardabweichung 9-10% wegen der geringeren Anzahl von Gesamtbeteiligten), Israel immerhin 21%, der ATLAS-Durchschnitt ist 15%, die Deutschen liegen weit unterdurchschnittlich bei 11% Frauen unter ihren beteiligten Forschern, die USA bei 10,4% (hier eher kleiner Fehler).

    Die Tüerkei hat unter den Physik PhDs allgemein einen Frauenanteil von 21%, die USA 13%, Deutschland liegt bei 9%. Schluesselt man den Anteil der Forscher AUS Deutschland unabhaengig von der Nationalitaet auf, so liegt unter diesen der Frauen-Anteil am ATLAS-Projekt immerhin bei 14% (statt 11%), die nicht-deutschen Forscher aus Deutschland heben also den ‘deutschen’ Frauenanteil im Projekt deutlich.

    Man sollte vielleicht erwaehnen, dass es auch in der Mathematik bekanntermassen weltweit (und in Europa) ein starkes Nord-Sued-Gefaelle fuer den Frauenanteil gibt: im Sueden hoch, im Norden niedrig ist die Faustregel, die Schweden etwa haben vor kurzem die einzige Mathematikprofessorin ihres Landes gefeuert.

    Reply
  58. andreask9

    ..im uebrigen noch: der grosse Unterschied zwischen Deutschland und der Tuerkei ihren Frauenanteil unter ForscherInnen am ATLAS-Projekt betreffend ist statistisch signifikant, auch wenn die Unsicherheit der Werte fuer die Terkei aufgrund der niedrigen Anzahl der involvierten Forscher gross ist. Siginifikant ist auch, dass Israel und Frankreich etwa Deutschland in nach diesem Mass bestimmten Level ihrer ‘Frauenemanzipation’ deutlich, um nicht zu sagen: weit übertreffen.

    Reply
  59. Anonymous

    Es ist unhöflich, wenn Gäste nicht von alleine merken, wenn sie nicht mehr erwünscht sind. Ja, ganz genau, sie sind ein Gast. Sie gehören nicht dazu, schließlich tun sie ja alles, damit das so ist.

    Und ihren Deutschenhass in diesem Blog braucht auch kein Mensch.

    Also: Seien sie nicht unhöflich, gehen sie einfach. Islamisieren sie doch die Türkei noch ein Stück.

    Reply
  60. Anonymous

    Du kriegst sicher den Preis für die sinnfreieste Statistik.
    Wofür sollen denn die paar Hansel repräsentativ sein?

    Reply
  61. Anonymous

    Ca. 20% der Weltbevölkerung sind Moslems.
    Zwei davon haben einen Nobelpreis.
    Ca. ein Prozent der wissenschaftlichen papers sind von Moslems.

    Großes Mathegenie, kannst Du bitte ausrechnen wie signifikant das ist?

    Reply
  62. Anonymous

    Dass der Islam seit Jahrhunderten kulturell nichts anderes zustande hat gebracht hat, als sich selbst zu bemitleiden und Ungläubige umzubringen, ist nunmal Fakt.

    Man wird ihnen aber sagen, dass das an dem Rassismus des Westens liegen würde, dass Muslime wissenschaftlich nichts reissen.

    Der Islam ist ganz toll und wird wenn überhaupt ab und an mal mißverstanden…

    Reply
  63. andreask9

    ..nun meine lieben bleichgesichigen Mathematiknieten, Konfidenzintervalle sind im allgemeinen so definiert, dass mit ‘hinreichender’ (in einem zu praeziserenden Sinne, dessen Darstellung hier ganz sicher fehl am Platze ist) Sicherheit der ‘wahre Wert’ innerhalb dieser liegt, und die dortigen Konfidenzintervalle weisen die anteilige Leistung deutscher Frauen selbst nach deren guenstigster Bewertung noch immer weit unter der ihrer tuerkischen oder rumaenischen Geschlechtsgenossinnen aus. Im uebrigen ist einer der einflussreichsten Mathematiker des 20. Jahrhunderts, der Brite Michael Atiyah, der u.a. fuer das Atyah-Singer-Indextheorem und K-Theorie sowie die Anfangsgruende der Klassifikation von Vektorbuendeln ueber elliptischern Kurven verantwortlich zeichnet, Muslim, er wuchs in Kairo auf, sein Vater war Libanese. Empfehle im Kontext noch folgende Seite, vielen zweidimensionalen Mustern aus der islamischen Kunst liegen hochkomplizierte Symmetriegruppen zugrunde, man liest u.a.:

    “Ever since the discovery of the existence of seventeen space groups in two dimensions by Fedorov in 1891, it has been speculated that all seventeen could be found in Islamic art. But it is in this book that this remarkable fact is for the first time detailed and analysed, with beautiful illustrations. Rarely is there such a thought-provoking blend of esthetics and geometry with abstraction.”

    http://www.worldscibooks.com/mathematics/2301.html

    Reply
  64. Steve

    Die Araber haben in den letzten Jahren nix geleistet? Nun ja, dass der leibliche Vater von Steve Jobs Araber (bzw. Muslim ist), ist hoffentlich vielen bekannt. Steve Jobs, ja, der coole Typ mit dem iPhone und den komischen Apple Macbooks ^^

    Reply
  65. Anonymous

    Im Zusammenhang mit dem Thema dieses Artikels kommen hier doch recht amüsante Verteidigungen zustande: Nicht jeder Libanese ist auch gleich Muslim, nicht wahr? Die Atiyahs sind syrisch-orthodoxe Christen.
    Und ein Kind zeugen als Leistung zu betrachten, naja.
    Aber wieso diese Verteidigungshaltung auf Teufel komm’ raus? Ja, in vielen muslimischen Ländern läuft einiges schief (z.B. mit der Alphabetisierung, was natürlich die großen wissenschaftlichen Leistungen teilweise unmöglich macht), aber das allein der Religion zuzuschreiben, ist doch wahnsinnig einfältig.
    Zumal als Westler – als der/die man in so manche Missstände mehr selbst involviert ist, als sich das Hänschen das so vorstellt – ist es nicht nur einfältig, sondern auch unerträglich arrogant, die ganzen historischen, politischen und ökonomischen Hintergründe einfach auszublenden.
    Also: gar nicht erst auf dieses Niveau herablassen.
    Ansonsten: Kübra, ich stimme mit Dir/Ihnen nicht immer überein, aber es ist oft eine Bereicherung, hier zu lesen. Weiter so!

    Reply
  66. Anonymous

    Nr. 88 finde ich sehr konstruktiv.

    Viele historische, etc. Hintergründe sind im Spiel bei der aktuellen beschämenden Abgeschlagenheit der islamischen Länder im Maßstab der Weltzivilisation. Alphabetisierung ist ein gutes Beispiel.

    Wenn die Osmanischen Kalifen den Gebrauch der Druckpresse von 1485 bis 1588 verboten haben (lt. Wikipedia, Art. Koran, englisch) dann hat das halt Konsequenzen. Wahrscheinlich steht nirgendwo im Koran so etwas wie “druckt mich nicht, damit ihr nicht brennen müsst, wie die ungläubigen Drucker”, aber die Herrn Kalifen haben es halt doch negativ entschieden und statt dessen lieber gedruckte Korane aus Venedig importiert. Warum selbst die Arbeit machen, wenn doch Ungläubige das tun?

    Fürwahr, eine Vielzahl historischer, etc. Hintergründe war da im Spiel. Für diejenigen, die an die Vorherbestimmtheit des Schicksals glauben, muss das alles Gottes Wille sein, möglicherweise ohne dass es eine ausdrückliche Vorschrift war. Gott herrscht eben nicht nur mit heiligem Buch und vorbildlichem Prophetenwerk, sondern gelegentlich auch durch den ignoranten Starrsinn muslimischer Machthaber.

    Wenn man an Gottes listig-barmherzige Allmacht glauben will: Dann bitte schön!

    Aber bitte nicht die ungläubigen Wissenschaftler und Innovatoren verantwortlich machen! Mit ihrer Druckpresse haben sich die Ungläubigen Schmähschriften gedruckt, mit denen sie sich Kirchenspaltung, Bauernkriege und den 30 jährigen Krieg eingehandelt haben.

    Und das bischen Wissenschaft von den Ungläubigen kommt doch auch den Moslems zu gute: Die Kuffar erfinden Viagra und die Moslems dürfen vier Frauen haben. Läuft doch alles optimal für Euch; lasst uns Ungläubige einfach nach Herzenslust stänkern, motzen, frefeln und sündigen. Wenn Ihr Euch dagegen daneben benehmt, so dass die Ungläubigen noch mehr Horror vor dem Islam bekommen, als sowieso schon, dann kommen deren Sünden auch noch über Euch. Und das muss doch nicht sein.

    Macht es wie die Christen: Regt Euch nicht so sehr auf über die Ungläubigen, sondern erfreut Euch einfach an der Vorstellung, wie sie in der Hölle brennen; das tröstet gem. Thomas von Aquin über so manche irdische (bah, Dunya…) Mishelligkeit hinweg.

    Reply
  67. Anonymous

    @ 89: So war’s nun gar nicht gemeint.
    Wenn Du ernsthaft heutige Alphabetisierungsraten auf irgendwelche Verbote von irgendwelchen Irren im 15./16. Jahrhundert zurückführen willst, hast Du nun wirklich einen äußerst merkwürdigen Blick auf die Geschichte, um es mal halbwegs neutral zu formulieren.
    (Davon mal ganz abgesehen, dass das Gebot, den Koran nur handschriftlich zu schreiben, zu einer atemberaubenden und vielfältigen Kalligrafie-Kunst geführt hat, von der man im Westen fast nur träumen kann.)

    Reply
  68. Anonymous

    Hallo Nr. 91,

    Herzlichen Glückwunsch zur Kalligrafie-Kunst! Wann findet der erste persisch-japanische Wettbewerb statt? Das langweilige Latein kann da natürlich nicht mithalten.

    Was ist heute mit dem Handschriftgebot?
    Doch nicht etwa Bida bei den Saudis, oder?

    Im 15./16. Jahrhundert waren bei Euch Irre am Werk? Keine Rechtleitung, nirgends? Wie wärs dann noch mit dem 20. Jhd. als Kalif Abdülhamid II. der 1. Weltkrieg für die Moslems zum Jihad erklärt hat? Du weist schon Abdülhamid, der den Chemieunterricht zeitweilig verboten haben soll, weil er dachte H2O ist ein Code für “Hamid II ist eine Null”.

    Mit Seiner k.u.k. Majestät Moslemischen Bosniaken soll es übrigens dank islamischer Feldimane auch recht passabel gelaufen sein. Bei den Osmanen lief es allerdings nicht so gut, Kaukasus, Armenier, Lawrence, brrrr…

    Du meinst ernsthaft, dass 100 Jahre Buchdruckausfall sich nicht auf die Alphabetisierungskultur auswirken?!
    Stell’ Dir einfach mal vor, es wäre anders herum gelaufen; wenn die Kuffar bei irgendwas Dunya-wichtigem 100 verpennt hätten, dann wäre das doch ein klarer Beweis für das Fortwirken Dschahilija. Das Argument würdest Du doch bestimmt nicht verschenken, oder?

    Mal gucken, wie weit wir kommen, mit den Jahrhunderten.

    Reply
  69. Anonymous

    Ich fürchte, ich mag nicht mit jemandem diskutieren, der schon damit anfängt, eine Sprache mit einer Schriftkunst zu vergleichen. Dieselbe Wirrnis mit schiefen Vergleichen zieht sich auch durch den Rest dessen, was Du schreibst (Die Saudis?? Aha. Wovon leben die denn bitteschön (sprich: wer erhält ihnen ihre Macht)? Hier und heute, nicht vor 500 Jahren) Da hat diskutieren wenig Sinn.

    Reply
  70. Anonymous

    Von wem die Saudis leben… Jetzt wird es aber blasphemisch hier! Die leben natürlich von dem, was Allah ihnen gewährt, so wie jeder andere auch. Den Saudis wurde Öl gewährt, sowie der Sieg des Westens im Kalten Krieg, so dass es für das Öl Dollars gibt und nicht gottlose Leninschinken aus Russland.

    Neid und üble Nachrede sind unislamisch!

    Reply
  71. andreask9

    .um der hiesigen Wirrnis etwas Einhalt zu gebieten: es geht bei meiner ‘Verteidigung’ ‘islamischer Kultur’ um jene ‘kulturalisierte’ Islamophobie, man betrachtet die ‘islamische Kultur’ schlechthin, weniger den individuell die Religion ausuebenden, als ‘minderwertig’. Daher die oft gehoerten Unterscheidungen zwischen ‘gutem’ individuell die Religion ausuebenden und ‘boeser’, aber zumindest im ‘Rueckstand’ befindlicher ‘islamischer Kultur’, etwas simpel ausgedrueckt. Michael Atiyah war moeglicherweise orthodoxer Christ, aber sein Werk durchziehen sicherlich klassische mathematische Motive eben der ‘islamischen Kultur’ und das ist hier entscheidend. Ich nehme an, die in christlicher Kunst auftretenden Symmetriegruppen sind i.a. eher primitiv, ich lasse mich hier gern eines besseren belehren, aber Symmetriegruppen gehoeren gewissermassen zum Kern von Atiyahs Werk und stehen nach wie vor im Zentrum der Grundlagenphysik, man denke nur an das Standardmodell, die ‘GUT’s, natuerlich ist auch das ‘Indextheorem’ eigentlich eine Aussage ueber Symmetrien. Niemand behauptet, dass die islamische Kunst die Symmetrie erfunden hat, aber die Art der Verwurzelung von ‘moderner’ Physik, Chemie und Mathematik in ‘islamischer’ Kunst ist tief und bemerkenswert und das allein entlarvt die einfaeltigen Betrachtungen zu Analphabetismus und Buchdruckerei hier leider allzu deutlich.

    Reply
  72. andreask9

    ..vielleicht hilft ja einigen hier folgende Antwort Atiyahs auf die beruechtigte ‘Woher kommst du wirklich?’-Frage, diese Koinzidenz von wissenschaftlicher Konsequenz und Kreativitaet und einem Dasein ‘zwischen den Kulturen’ ist sicherlich kein blosser Zufall, vielleicht illustriert dies ja einen der Gruende fuer den Hass, den ‘Interkulturalitaet’ per se in deutschen Diskursen nicht erst seit Sarrazin ausloest:

    “I am often asked ‘Where do you come from?’ – a question I find difficult to answer. What
    should I say: Khartoum, Beirut, Cambridge, Oxford, Princeton, Edinburgh? I just say I am a
    citizen of the world, but a Trinity man.”

    Reply
  73. Anonymous

    Und was haben die Menschen in den mehrheitlich islamischen Ländern von diesen historischen Höheflügen der islamischen Kultur?

    Je höher man diesen Höhenflug ansetzt, desto brutaler wirkt doch nur der Absturtz in die Gegenwart; außerdem reklamieren Perser und Inder einen Teil der von manchen als islamisch ausgewiesenen Kulturgüter als ursprünglich von ihnen kommend.

    Aber das kann dahingestellt bleiben für die Beurteilung der gegenwärtigen gesellschaftlichen, sozialen, ökonomischen und politischen Entwicklungskatastrophe in den mehrheitlich islamischen Ländern (mit Malaysia und Indonesien als noch gewisse Ausnahmen davon). Die Probleme als Westler zu leugnen (“einfältige Betrachtungen”) bedeutet nichts anderes, als zum Schaden noch einen hochmütigen Spott hinzuzufügen.

    Symmetrie, Kalligraphie; herzlichen Glückwunsch; in Medressen lernen Millionen die kulturelle Moderne und die Weltzivilisation von Bollywood bis Hollywood zu hassen, während sie ihre Errungenschaften gleichzeitig begehren.

    Erzähl’ Deine Entlarvungen mal den Leuten in Karatschi; kein sauberes Trinkwass? kein Problem; mal Dir dein Elend kalligraphisch; kein Strom im Haus? kein Problem; erfreu’ dich an den islamischen Wurzeln der Wissenschaften, von deren Früchte die meisten Moslems nur träumen können.

    So, so, ein Christ soll da was miterfunden haben bei den Supermoslems aus 1000 und einer Nacht. Das kann heute in so einem modernen Staat wie Pakistan allerdings nicht mehr passieren; da hängen sie ihre letzten Christen auf und die Moslems sprengen sich in die Luft.

    Reply
  74. andreask9

    (überigens die Femizide in Mexiko und Guatemala: diese werden durch Christen begangen und nicht selten auf der Grundlage christlicher ‘Moral’ gerechtfertigt, Monsieur Einfaeltig und wenn Sie jetzt fragen, was das mit ‘uns’ zu tun hat: chapeau!)

    Reply
  75. Anonymous

    Kennt jemand Christen, die die Femizide in Mittelamerika, oder besser noch: die die Lord’s Resistance Army aus Uganda im Sinne einer Internationale unterstützen, etwa so, wie der Terror von Hamas und Hizbollah einen nicht unbeachtlichen internationalen Fanclub unter den Moslems haben?

    Lokale Verrückte gibt es überall und diese kleiden sich auch gern in den Farben des lokal vorherrschenden Irrwahns, auch um volkstümlicher und bedeutsamer auszuschauen.

    Jedoch nur unter den Moslems gibt es einen internationalen Beistandsaffekt mit einer einheitlichen antiwestlichen und antisemitischen Zuspitzung.

    Bei allem gegenseitigen in die Luft sprengen bleibt diese einheitliche Stossrichtung als Bedrohung für die Weltzivilisation erhalten, flankiert von solchen Ordnungsideen wie Geschlechterapartheit und Homosexuellenfeindlichkeit; vom ständigen beleidigt sein über jede freie Meinung, die ihnen nicht nach dem Mund redet und nicht ständig Respekt vor ihrer Kultur bekundet, ganz zu schweigen.

    Wer hat “schwul” und “Jude” zu einem Schimpfwort gemacht, wer fabuliert ständig auf der Strasse Mütter kopulieren zu wollen?
    Wer ist perfekt in Zuhälterdeutsch und läßt sich dann wegen Benachteiligung bejammern?

    Sikhs, Hindus, Zeugen Jehovas, Zionisten?

    Gib’ Dir selbst die Antwort!

    Reply
  76. Anonymous

    Ja klar, Hamas und Hizbollah. Die ja so viel mit dem sogenannten “internationalen Terrorismus” zu tun haben. Einfältig? Aber hallo!
    Probleme leugnen und sie differenziert betrachten ist dann doch ein himmelweiter Unterschied.
    “Wer hat “schwul” und “Jude” zu einem Schimpfwort gemacht?” Schau mal in der westlichen Geschichte nach. Herrje, ist das dämlich.
    @ Andreas (97): Ja, das hilft. Vielen Dank. Erinnert auch an Amin Maalouf (Les identités meurtrières)
    (96) Das meinte ich auch. Hab es nur nicht so schön ausgedrückt. Deswegen würde ich auch auf die ziemlich sarrazin-mäßige Schiene a la “Menschen sind nur etwas wert, wenn sie etwas Herausragendes leisten” und die damit verbundene Abwertung der “islamischen Welt” ohne Berücksichtigung diversester Umstände gar nicht eingehen.

    Reply
  77. Anonymous

    Im Übrigen hat die ach so antisemitische Hezbollah vor nicht allzu langer Zeit die Renovierung einer Beiruter Synagoge (Ja, da leben noch Juden) ausdrücklich begrüßt und gelobt. Es fragt sich auch, warum die in ihrem wilden Antisemitismus Noam Chomsky so gut finden. Aber sowas interessiert in einer Schwarz-Weiß-Welt natürlich weniger.

    Reply
  78. Anonymous

    Amüsant auch immer in solchen Diskussionen, wie diejenigen, die lautstark und gänzlich undifferenziert das “Fehlen” kultureller oder wissenschaftlicher Leistung in der islamischen Welt bemängeln und nach Menschenrechten schreien, sich so gerieren, als wären sie unmittelbar beteiligt daran, dass die “westliche Welt” es so “weit gebracht” hat. Eine besondere Note erhält dies in Deutschland, so als wäre “uns” nicht – wie hat Hagen Rether es formuliert? – die vielgelobte Demokratie mit dem Klistier in den Arsch gedrückt worden nach dem 2. Weltkrieg.

    Reply
  79. Anonymous

    Nr. 101, 102 und 93

    Kulturelle Leistungen….

    Wir haben zwar kein Brot, aber wir hatten mal Kuchen. Toll.

    Eine kulturelle Leistung ist dann besonders schön, wenn man zivilisatorisch darauf aufbauen kann um Wissenschaften und Lebensformen freiheitlich und bereichernd (Lebenserwartung!) weiterzuentwickeln.

    Diesen Vergleichsmaßstab würde ich mal betrachten. Wenn einige unverblümte Moslems sagen “Freedom go to hell”, dann sind sie wenigstens ehrlich und eiern nicht so peinlich um den heißen Brei herum.

    Kulturelle Beiträge gibt es auch von Dschinghis Khan; er hat der Welt den Kompositbogen geschenkt, der immerhin im Schellenbaum verewigt wurde. Wann kommt nur kein Mongole und verlangt Dankbarkeit und Respekt für seinen aktuellen Oberschamanen?

    Antisemitismus und Homophobie waren zumindest mal einige Jahrzehnte auf deutschen Schulhöfen nicht so angesagt. Wem fällt das Verdienst für dieses Revival seit ca. zehn Jahren zu?

    Weil die westlichen Siegermäche nach dem WK II einen gewissen Wert auf Demokratie gelegt haben, soll jetzt was gelten? ist sie nichts wert, oder was? Selbst wenn, als Hypothese, die Westmächte den Deutschen die Demkratie “reingedrückt” hätten, so sind die Deutschen immerhin dabei geblieben und haben sich 1989 nicht der DDR angeschlossen. Hätten sie ja auch können, wenn ihnen die Demokratie so fremdverordnet vorgekommen wäre.

    Chancen für Demokratie gab es auch in Ägypten, Irak und Pakistan nach Kolonialismus und einigen gestürzten Monarchen und Tyrannen. Doch was passierte? es kamen immer wieder neue Tyrannen, (auch) weil das Volk im strengen Islam ja auf gar keinen Fall Gesetze selber machen sollte. Schließlich hat Allah schon alles herabgesandt, worüber man in der Demokratie diskutieren und abstimmen würde.

    Also lassen wir das besser mit der Demokratie und lassen wir uns von kleinen Mussolini- und Al Capone-Klons herumstoßen.

    So funtioniert das m.E. mit dem Fatalismus in vielen islamischen Gesellschaften, zu dem sich dann Fanatismus komplementär hinzugesellt. Und ist dann erst die Opposition noch katastrophaler als die Regierung, dann klappt es auch mit der Unterstützung aus dem Westen und das böse Dilemma ist perfekt. Dann heißt es: Wer unterstützt denn die Saudis? (93)

    Das vor dieser Misere eine kapitale kulturell-gesellschaftliche Fehlentwicklung stattgefunden hat, kann überhaupt nicht sein, angesichts von jahrhundertealten künstlerischen Wissenschaftsfundierungen.

    Das bittere an dieser Diskussion ist, dass viele z.B. arabische Wissenschaftler die Abgeschlagenheit der islamischen Gesellschaften durchaus sehen und z.Tl. sehr beeindruckend bilanzieren (Arab Human Developement Report), aber hier im (auch narren)freiheitlichen Westen, da werden uns die Weisen aus dem Morgenland als Entschuldigung verkauft und der mangelnde Respekt vor ihnen zur Ursache aller dekadenten Übel erklärt.

    (Fortsetzung folgt)

    Reply
  80. Anonymous

    Fortsetzung von 105

    Jede 13 jährige Jeminitin, die einen alten Knacker am Bein hat und nicht weis, wie sie ihn wieder los werden und das überleben kann, würde die schönfärberischen Positionen, die ich hier kritisiere, in den hintersten Winkel der Hölle verfluchen, wenn sie von den Schwärmereien von vergangener Größe lesen würde.

    … Menschen nur etwas wert, wenn die etwas leisten…. (101)

    Wenn Deutschland ein ordentliches Einwanderungsland gewesen wäre in den letzten 40 Jahren dann hätte man darauf vielleicht ein bischen mehr oder überhaut geachtet. Dann wäre jetzt “Einwanderungsland” rassistisch und nicht “kein Einwanderungsland”.

    Das Problem am Weltfamilienzusammenführungssozialamt ist nicht zuletzt, dass falsche Signale gesetzt werden, auch für Menschen, die bei etwas fordernderen Signalen sich vielleicht durchaus auch richtig ins Zeug legen könnten.

    An hoffnungslos Faule Gene glaube ich nicht.

    Zu der synagogenbegeisterten Hizbollah (102) fällt mir nur noch ein, dass immer wenn es richtig ab geht, zwischen Sunniten und Schiiten, der Hinweis nie fehlen darf, dass man das bittere Schisma natürlich keinem geringeren als den Juden zu verdanken habe, sodass nach dem untereinander- Massaker immer wieder schnell eine gemeinsame Basis zur Hand ist.

    Krasse Wahabis behaupten, hinter der Schia steckten die Juden und krasse nicht-Wahabis behaupten, hinter den Wahabis steckten die Juden. Ist das nicht absolut genial? Jedes andere Streithahnpaar wäre längst in der Klapse der Weltgeschichte verschwunden, bei den konfessionellen Problemen der Moslems suchen jedoch manche die Schuld direkt wieder im Westen. (Irak; sektiererische Gewalt heraufbeschworen; durch was? Durch Demokratie!)

    Ohne Antisemitismus scheint wirklich kein Irrsinn mehr in der Moderne auszukommen.
    Wo sich der eine Demokratie “reindrücken” läßt da schlabbert der andere noch Zusatzdosen von Antisemitismus selbst von Kriegsverlierern auf. So findet jeder seinen Stoff.

    Fazit:

    Es fehlt nicht die eine oder andere kulturelle Leistung, sondern eine Anverwandlung kultureller Erungenschaften (drucken und lesen z.B.), auf denen sich eine Zivilisation nachhaltig entwicklen läßt (Wissenschaft, z.B. aus Öl selbst Benzin machen können, etc).

    Reply
  81. Anonymous

    Noch ne Fortsetzung von 105..

    Wie halten es die Moslems in den mehrheitlich islamischen Ländern eigentlich aus, frage ich mich manchmal. Hierzu “Erklärungsversuche”.

    1. Von den Jüngeren wollen viele weg. Zu den aufstrebenden Chinesen? Nein, falsch geraten! Zu den rassistischen, islamophoben Westlern.

    2. Sie dürfen sich in ihren Ländern in begrenztem Rahmen einige Freiheiten nehmen und z.B. Leute umbringen, von denen sie sich gekränkt fühlen. (de facto; die Polizei weis, wo sie besser wegschaut; man hat schliesslich Herz und Ehre, wo Ungläubige nur Verstand haben). Herrenmenschen tragen Ehrendolche und benutzen sie auch, kennen wir, gell? Haben den rechtgläubigen eminiten bestimmt böse Wikinger angehext.

    2a. Wenn Fehden zu sehr ausarten, dann gibts zur Versöhnung die tollsten Mädels vom anderen Stamm. Dafür müssen diese natürlich “intakt” gehalten werden.

    Fazit hierbei: Gewalt kann dann doch eine Lösung für Unzufriedenheit sein, wenn sie sich am Ende gegen Frauen richtet.

    Als durchgeknaller Saudimillionär kann man sich und seine Leute auch in einen Stamm hineinverheiraten und sich damit sogar Nibelungentreue nach vorislamischer Archaik erwerben, auch wenn ein ganzes schönes Emirat (Taliban-Afghanistan) dabei den Bach runter geht. Dieses soll von einigen Taliban sogar kritisiert worden sein. Aber dann kommt der “tiefe Staat” aus Pakistan und sagt, dass etwas Terror schon sein muss auf “dem Boden der Ehre”, weil sonst die Ungläubigen keine Kohle rüberrücken und weil es immer noch gegen die Hindus (Indien) geht, die einfach auch behaupten, sie hätten alles erfunden.

    Wenn es um kompletten Irrsinn geht, um die Selbstorganisation von mörderischem Stolz und Blutrunst, dann haben in den besten Gegenden der Ummah, auf dem “Boden der Ehre” auch vorislamische Traditionen noch einen würdigen Platz. Dann ist es auf einmal nix mehr mit “Dschahilia muss weg”. Nur bei der Pockenimpfung muss Dschahilia weg und darf nicht sein.

    Ich bin der letzte, der leugnen würde, dass es ein Fortwirken vorislamischer Traditionen gibt; aber unter welcher Flagge wurden die denn konserviert? Unkonserviert hält sowas nicht.

    3. Sie dürfen um ausgewählte irrsinnige Spitzfindigkeiten herum Milizen gründen und sich in gewissen Fragen gegenseitig in die Luft sprengen. Wenn sie so sozial eingestellt sind und ab und zu auch einen Mord für die Regierung begehen, können sie sogar als “Patrioten” anerkannt werden.

    Dabei geraten Arbeitsteilung und Spezialisierung zu hoher Blüte. In Pakistan gibt es sunnitische Extremisten, die NUR Schiiten in die Luft sprengen. Wenn einer Ahmadis gesprengt haben will, dann bedauern die und schicken einem weiter. Konzeptidee: Kerngeschäft; sicher vom Westen übernommen.

    Davon kann jeder Kriminelle und jeder Verrückte im Westen nur träumen und mancher tut es auch und wird auf dieser Schiene Moslem.

    4. Sie werden ermutigt, sich auf der richtigen Seite des Weltgerichtes zu wähnen, denn der Mensch lebt nicht vom Fladenbrot allein, wie wir alle aus dem Religionsunterricht noch wissen.

    5. Sie bauen Rauschgift an, oder werden Piraten o.ä. Hier könnte es natürlich religiös problematisch werden. Denn ob das als “Jihad” durchgeht oder als legitimer Wegzoll zur See ist zumindest umstritten unter Moslems. Das muss man anerkennen.

    Aber bevor Zweifel (Fitna, brrr) aufkommt, kommt Hilfe von unerwarteter Seite:

    Westliche ewig und egal- was- los- ist- Linke warten mit Erklärungen und Entschuldigungen auf und aktualisieren die alte Kamelle, dass die Ungläubigen so gemein sind, mit schicken sozialkritischen Neusprechblasen. Damit kann man in Talkshows brillieren und ggfs. alten Kampfgefährten treu bleiben (Altlinke Vergangenheit hierzu kein muss: siehe Hr. Todenhöfer).

    Wenn da nicht mal doch der Teufel seine Hand im Spiel hat… Es ist zum vom Atheismus abfallen.

    Reply
  82. Anonymous

    Da ist so viel falsch dran, dass ich da gar nicht in aller Ausfürhlichkeit darauf eingehen möchte.
    Offensichtlich wird die Schwarz-Weiß-Welt auch darin, der Gegenseite Positionen zu unterstellen, die sie nie vertreten hat.
    Lesetip, wenn Du schon so auf arabische Intellektuelle stehst, die die arabische Misere (die im Buch auch so genannt wird) sehen, lies “Being Arab” von Samir Kassir. Da gibt’s auch mal ein bisschen was Differenziertes, ohne wilde Unterstellungen an alle Seiten.

    Reply

Hinterlasse einen Kommentar zu Dybth Antwort abbrechen