YEAH! BURQA IN FRANKREICH!*



Ich war schon ganz enttäuscht, dass nichts aus Frankreich kam. Princess Hijab (siehe oben) kennen wir alle schon, die Graffiti-Künstlerin, die Reklamepüppchen ein Niqab verpasste. Aber nach dem Niqab-Verbot im Juli dieses Jahres war künstlerisch-rebellisch nichts Nenneswertes zu verzeichnen. (Vom Gegenteil lasse ich mich in den Kommentaren nur zu gern überzeugen.)

Jedenfalls war ich ganz entzückt, als ich ein Video der Niqabitches entdeckte. Zwei rebellische Französinnen – obenrum vollverschleiert mit Niqab, untenrum Minirock und Stöckelschuhe. So liefen sie durch Paris und posierten vor diversen Regierungsgebäuden. Ein toller Protest. Darauf hatte ich gewartet.


Nun gewinnen meine Bilder nämlich endlich auch an Bedeutung. Als ich kürzlich in Frankreich unterwegs war, hampelte ein kleiner Rebellionszwerg in meinem Bauch herum. Es kribbelte und ich konnte nicht anders als mich in ein schwarzes Tuch zu hüllen und es überall dort anzulegen, wo ich meinte, die Leute seien verkrampft.

Meine Mitreisenden sorgten sich ein wenig um meine Sicherheit. Aber das war gar nicht nötig. Später vor dem Eifelturm (Schande über mich. Ja, ich habe einen Tag lang auch Tacky-Tourist-Krams gemacht. Siehe hier.) entdeckte ich nämlich eine Gruppe von Frauen, die ein Niqab trugen. Da musste ich natürlich fragen, wie sie das Gesetz finden und ob sich etwas für sie geändert hat. Leider spreche ich kein Französisch und sie kein Englisch, dafür aber ihr Sohn, der mir erklärte: Seine Mutter und Tante trügen weiterhin ihr Niqab, das sei kein Problem. Sie wären auch noch nie angesprochen worden.

Das ist interessant. Ich hätte gerne ein Beweisfoto gemacht, aber ich will ja niemanden in Bredouille bringen. Das, was ich sah, müsst ihr mir jetzt also einfach glauben. Und da fragte ich mich, ob das nun der endgültige Beweis für die schamhaft-peinliche anti-islamische Symbolpolitik der französischen Regierung ist.

“Je ne sais pas!”, sage ich da nur. So wie die Franzosen, wenn man sie auf einer Fremdsprache anspricht.

Und hier meine kleine Pseudo-Rebellion, die zugegebenermaßen nichts bewirkte außer der Zufriedenstellung meines kleinen Rebellionszwerges.

Nachtrag: Außerdem interessant, dass beide Rebellionen im Ghetto-Style sind. Ist Ghetto der neue französische Punk?!

*Das muss selbstverständlich Niqab heißen. Aber “Burqa” erregt schneller die Gemüter als “Niqab”.








19 Comments YEAH! BURQA IN FRANKREICH!*

  1. Suleiman

    am besten beim nächsten Herr der Ringe anheuern als schwarzer Reiter oder wegen meiner als dunkler Jedi; woher kriegt man eigentlich so spontan ein schwarzes Tuch her?

    Reply
  2. Anonymous

    Na und hat dein affektiertes Getue irgend eine Reaktion hervorgerufen?
    Siehste mal kleine Kübra, keinen Menschen interessiert es auch nur einen feuchten Furz, egal wie penetrant du mit deiner Religion hausieren gehst. Musst du dir dringend mal was neues zur Kompensation deines Minderwertigkeitkomplexes einfallen lassen, sonst wirds langsam peinlich.
    Ach und was die von dir so bejubelten ‘Niqabitches’ betrifft, diese Knallchargen scheinen, ebenso wie du, gar nicht mitbekommen zu haben, dass die Menschen auf der Strasse diese skurrile Aktion genau diametral zur Absicht der Protagonisten auffassen, nämlich als besonders schrillen Prostest gegen die archaischen Zwänge des Islam.
    Sollten die beiden allerdings mal auf den blöden Einfall kommen ihren Mummenschanz in den Vororten von Paris aufzuführen, wird ihnen dieser Irtum schlagartig bewusst werden. Da könnte es allerdings schon zu spät sein. Denn schliesslich bedeutet Islam Frieden und nicht Klamauk, weiss doch jeder!

    Reply
  3. Anonymous

    Was soll dieser Multikulti-Scheiß?
    Wenn ihr ein religiöses Land wollt: Ihr habt Saudi Arabien, Dubai, Oman und so weiter. Geht dahin, wenn ihr die gute Scharia leben wollt. Dort habt ihr sogar sonne und müssteuch nicht mit unserem schlechten Wetter rumschlagen. Und wenn euch das Gesetz in der Türkei, Saudi-Arabien und so weiter zu lasch ist: Probiert es mal mit dem Iran. Richtig coole Scharia!

    Scharia ist Scheiße. Deshalb sitzt ihr bei uns. Und ich habe so lange geglaubt ihr seid Freunde, bis mich mein Nachbar angesprochen hat. “Kumpel”, hat er gesagt, “wir gebären euch tot. Wir vermehren uns schneller.” Seitdem haben wir Krieg. Ich und Muslime. Ihr wollt Scharia? Geht dahin, wo die Scharia ist! Die Burkas und Kopftücher könnt ihr mitnehmen. Dafür gibt es dann hier wieder Kreuze im Klassenzimmer.

    Und als Frau kann ich dich nur besonders zu deiner Religion beglückwünschen. Mit einem Muslim habe ich lange über Monogamie gesprochen. Seine Meinung war: “Ein Mann kann ja nicht immer nur Cola trinken. Man braucht auch mal was anderes.” Sei du die Fanta! Niemand hat jemals gesagt das du die Erstfrau sein musst. Da haben deutsche Mädchen und Frauen Spaß beim Sex und du erfüllst deine eheliche Pflicht – als Fanta. Macht dich so etwas glücklich? Da muss man sich schon feste an Gott klammern um das zu ertragen. Dann respektiert man auch die Scharia inklusive Burka. Unglaublich!

    Reply
  4. Anonymous

    Da kommt mir ja direkt die nächste GESCHÄFTSIDEE! DANKE!!
    Einfach ein Mal “Frau mit Burka” vor jedem wichtigen Monument fotografieren und dann allen Burka-Trägerinnen weltweit die Abzüge zum Kauf anbieten! Merkt doch sowieso kein Schwein, wer da auf dem Foto war.

    Übrigens: Auf dem einen Bild hab ich dich kurz mit dem Mülleimer verwechselt bis mein Blick weiter in den Hintergrund des Bildes ging.

    Ein einziges Argument gegen diesen Burka-Müll ist das gute alte deutsche “Wo kämen wir denn da hin???” Anders ausgedrückt: Der kantsche kategorische Imperativ:
    „Handle so, als ob die Maxime deiner Handlung durch deinen Willen zum allgemeinen Naturgesetze werden sollte”

    Also bald sollten wir ALLE in Burkas rumlaufen! Das wäre quasi der Turbo-Motor für die gesellschaftliche Entwicklung auf dieser Welt!!

    Reply
  5. Anonymous

    Ich zahl den beiden verschleierten Muslimschlampen Flug nach und Aufenthalt in Amsterdam, wenn sie dafür im Stadtteil Slotervaart so verkleidet spazierengehen.

    Liebe Kübra, Du nervst einfach nur noch mit Deiner Religionsscheisse.

    Reply
  6. Anonymous

    Habe Ihren Blog, Kübra, überflogen und finde das alles etwas schräg.

    Ich habe, im Gegensatz zu Ihnen, keinen deutschen Pass, sondern als Ausländer (CH) der dritten Generation (mein Großvater ist etwa 1898 nach D eingewandert) meine Genfer Auslandsschweizeridentität behalten. Dennoch bin ich selbstverständlich “deutscher” als viele deutsche Staatsbürger.

    Was macht das aus, diese “deutsche Identität”, fragen Sie und andere.

    Da gibt es vieles und vor allem geschichtlich kulturelles:

    Karl der Große, Luther, der 30 jährige Krieg, Bach, Mozart, Beethoven, Auswanderung nach USA, Kant, Hegel, Marx, Humboldt, Einstein, Bismarck, Verdun, Versailles, Inflation, Rosa Luxemburg, Brecht, Hitler, Stalingrad, Ufa, DDR/BRD, Wirtschaftswunder, Nato, ’68, ’89.

    Alles das sind Marksteine der deutschen Geschichte, welche die “deutsche Seele” geprägt haben.

    Wenn Sie sich diesem Land näher wollen, lesen Sie und hören Sie Musik!

    Gute deutsche Bücher sind:
    “Von der Freiheit eines Christenmenschen” (Luther)
    “Kritik der reinen Vernunft” (Kant)
    “Werthers Leiden” (Goethe)
    “Wissenschaft der Logik” (Hegel)
    “Dantons Tod” (Büchner)
    “Das Kapital” (Marx) etc.

    Gute deutsche Musik ist:
    “Matthäuspassion” (Bach)
    “Entführung aus dem Serail” (Mozart)
    “Lohengrin” (Wagner) etc.

    Mesut Özil weiss von alledem wenig, aber er spielt für die Elf mit dem Adler – deshalb ist er deutsch. Kann sein, dass Bastian Schweinsteiger ebenso wenig davon weiss, aber er spielt für die gleiche Elf.

    Gebildetere Leute wissen von all dem mehr und sind deshalb “deutsch”. Wenn Sie wissen wollen, in welchem Maße Sie “deutsch” sind oder sein wollen, informieren Sie sich. Lesen Sie und hören Sie. Dann wissen Sie,
    worum es geht bei dieser Frage (und Zeichen wie “Kopftuch oder nicht” werden nebensächlich).

    Viel Erfolg

    Reply
  7. Anonymous

    Liebe Kübra,

    respektieren und anerkennen werde ich die Moslems erst dann, wenn es ein moslemisches Pendant zu Oliver Polak gibt und beim Freitagsgebet darüber gelacht wird.

    Reply
  8. Anonymous

    Eine sehr mutige Rebellion, was kommt als nächstes? Im Mini durch Riad oder mit einer Freundin knutschend durch Teheran? Oder meldet sich der Rebellionszwerg da nicht?

    Reply
  9. Anonymous

    liebe kübra, bin gerade über youtube auf deinen blog gestoßen und habe mir mal ein bisschen was durchgelesen. sehr beeindruckend!

    trotzdem bitte ich dich vorsichtig damit zu sein dich über das burka verbot in frankreich lustig zu machen! es gibt nämlich einen gewaltigen unterschied in der französischen staatsführung, die auch damit eng zusammenhängt.
    die franzosen betrachten nämlich religion und staat voneinander getrennt, anders als in deutschland. sie haben eine autarke gesellschaft, weshalb religion das öffentliche leben in frankreich nicht beeinträchtigen sollte. in deutschland hingegen ist es integrativ, d.h. wir haben z.b. eine staatskirche, gott wird im grundgesetz aufgeführt usw. …
    hast du bestimmt auch schonmal gehört, wollte nur daran erinnern, denn mit urteilen muss man immer vorsichtig sein. :)
    ansonsten respekt!!

    Reply
  10. Anonymous

    Wenigstens scheint sie selbst zu bemerken dass es nur darum geht anzuecken…
    “Ich bin dagegen, egal um was es geht und solange es für mich nicht gefährlich oder mühsam wird.”

    Man merkt immer wieder wie gut es den leuten eigentlich geht, wenn sie zeit haben so nen müll abzuziehen ^^

    Reply
  11. Anonymous

    deine fotos sind nicht lustig und nicht mutig. mutig wäre es, das tuch an einem der zahlreichen orte einfach abzunehmen, wo dir dafür die todesstrafe droht. dann wäre es aber nicht lustig.

    macht es spaß, in freien gesellschaften mit dieser verschleierung rumzuspielen und sich moralisch überlegen vorzukommen, während ein paar tausend kilometer entfernt, das nicht-tragen eines solchen tuches menschenleben kostet?

    Reply
  12. Anonymous

    Die Fotos sind leider schrecklich und erschreckend! Warum sollst du nicht einen Minirock in Teheran tragen? Du hast schon mut!Dann sehen wir, was lustig ist oder nicht. Du denkst, dass das ein Spiel ist. Aber leider nicht so. Menchen wird in Iran oder in solchen Ländern über solches Benehmen bestraft, wusstest du??

    Reply
  13. Anonymous

    Barbie wird 50 Jahre alt und zu Ehren dieses besonderen Ereignisses hat die italienische Designerin Eliana Lorena eine ebenso besondere neue Kollektion entwickelt: Eine Barbie mit voll verschleierter Burka.
    Laut Spielwarenhersteller Matell können sich nun endlich auch Mädchen aus frauenunterdrückenden Ländern mit der Puppe identifizieren. Als passende Accessoires werden der neuen Barbie dazu noch eine kleine Spielzeugpeitsche und mehrere Plastiksteine beigefügt, um mit der Puppe auch realitätsgetreu Bestrafung oder Steinigung nachspielen zu können.
    Wird die Burka-Barbie zu einem Erfolg, soll bald darauf noch eine männliche Puppe namens Jihad-Joe auf den Markt kommen. Die Figur wird stilecht mit Turban, Vollbart und einem abnehmbaren Bombengürtel ausgestattet sein. Weitere Accessoires wie kleine israelische Flaggen zum verbrennen und eine AK47 sind zudem in Planung.
    Damit scheint Barbie nach und nach jede kulturelle Nische dieser Welt zu erobern. Die Produktpalette spricht zumindest dafür. Und ab kommenden Jahr dürfen sich besonders afrikanische Mädchen über eine weitere Barbie freuen:
    Die beschnittene Barbie ist nämlich bereits in Produktionsplanung.

    Reply
  14. Rania

    So viele geistig tiefgeflogene Kommentare auf einen Haufen, einfach unglaublich. Die Islamophobie kennt wohl keine Grenzen.
    @Anonym 5
    Dass Sie einen sogenannten Muslim getroffen haben, und der ihnen weiß machen wollte, dass man nicht immer Cola trinken will, und auch mal Fanta, darüber kann man lachen oder weinen. Aber worüber ich nur den Kopf schütteln kann ist, dass sie durch diesen Muslim, eine ganze Gesellschaft von über 1,5 Milliarden Muslimen, als Maßstab nehmen, und pauschalisieren. Wie würde es ihnen gefallen, wenn man sich einen rechtsorientierten Deutschen zum Maßstab für alle Deutsche nehmen würde? Ist es nicht ungerecht? Haben Sie denn nie gelernt, wie man mit Vorurteilen umgehen soll?

    Sie fragen sich, warum eine muslimische Frau noch Muslimin ist, und warum sie ein Kopftuch trägt? Weil sie unterdrückt ist, ungebildet und bemitleidenswert ist? Wenn sie aber doch gebildet ist, studiert und sich regelrecht auf einer erstaunlich guten Art sich in deutscher Sprache artikuliert, wie es hier “Kübra” macht, dann stößt man weiterhin auf extreme Ablehnung. Da sieht man aber, worum es geht. Man spricht von Integration und Anpassung, dabei geht es doch um was anderes. Eine muslimische Frau die ihre Religion praktiziert, schert sich nicht drum was Sie sagen, auch trägt sie das Kopftuch nicht weil der Ehemann, Vater oder der Bruder das so wil, sondern weil sie selbst davon überzeugt ist. Unabhängig davon wie viel Sie “Nicht-Ohne-Meine-Tochter”-Stories gelesen haben, ich lebe mitten drin, und kenne persönlich keine die dazu gezwungen wurde. Abstreiten will ich jedenfalls auch nicht, dass es so etwas nicht gibt, dennoch kann ich vom realen Leben unter Muslimen dies eher beantworten, als Nicht-Muslime, die nichts mit Muslimen zu tun haben, und ihr Wissen einzig und allein auf Bild-Zeitung, rtl und orientalische Leidensromane nehmen. Und was im Iran oder sonst wo passiert liegt doch nicht in Ihren oder in meine Händen, und Iran ist kein Maßstab für den Islam, zumal dort der schiitische Islam eher praktiziert wird, welcher der Minderheit angehört, und somit sich die meisten Muslime gar nicht identifizieren können.
    Wieso interessiert es Sie dann nicht dass im christlichen Guatemala Mädchen und Frauen abgeschlachtet werden? Dass in Russlan, man als Journalist auch nicht alles sagen darf. Wieso diese verlogene Ungerechtigkeit?

    Nach ihrem Maßstab könnte ich den pädophilen Pfarrer als Vorbild für alle Christen nehmen. Aber finden Sie das gerecht, und realistisch? Haben Sie denn nie gelernt, dass es doch auch überall schwarze Schafe gibt? Man erkennt wie unwissend bzw. woher die meisten Kommentatoren ihr Wissen nehmen, einzig allein aus der Bild-Zeitung und vom Fernseher. Wieso lassen Sie sich einfach so verblöden?

    Reply
  15. Anonymous

    “Nach ihrem Maßstab könnte ich den pädophilen Pfarrer als Vorbild für alle Christen nehmen.”
    Könnten sie, ist ja schliesslich ’n freies Land. Blöd nur, dass sie schon einen pädophilen “Propheten” haben, der als wichtigstes Vorbild ihrer Religion gilt.

    Reply

thoughts?