LONDON LIEBEN LERNEN: DIE FREUDE AM SEIN

Die Vergangenheit weicht der Zukunft. Das Staunen weicht der Freude. Freude über die Freude, die dich umgibt. Über die Freude am Reichtum. Geistig. Kulturell. Du bist im Garten.

Höre zu. Und Erzähle. Freude über das Erzählte. Freude über die Freude. Und noch mal. Höre zu. Freude über das Gehörte. Freude über die Freude. Du bist im Garten.

Freude über die kostbare Rose, die du bist. Denn du bist. Und du bist nichts. Du bist im Garten.

Kein Vater-, kein Mutterland. Kein Gedanke, kein Konstrukt. Kein Stand, keine Zahl. Du bist nichts, außer….

Du bist im Garten.

“Der niederen Seele, die sich darauf beschränkt, den Garten zu bewundern, bleibt das Gesicht des Gärtners vorenthalten.”*

Und woanders sehen wir noch nicht einmal den Garten.

Wer hätte gedacht, dass ich ausgerechnet hier in London endgültig aus den Konstrukten ausbreche und einen Blick in den Garten werfe? Und ich genieße und schätze die aufrichtige Freude meiner Mitmenschen an des Gegenübers Kultur, Religion, Gefühle, Gedanken und Worte. Nicht nur den Raum für das Individuelle, sondern den Blick für das Individuum. Kein Vorurteil. Und wenn doch, dann der Wille zur Urteilslosigkeit. Man schätzt die Rosen. Und einige sogar den Gärtner.

Aber ja doch. Ich weiß. Ich lebe hier in des Seifenblases Seifenblase.

* Zitat: Rumi.