NNNNNE?!

Furchtbar. Mehrmals täglich mutiert Toffer B. zu einem “Nnnne?!”-Monster.
Das geschieht dann so:
Sobald die akademische Viertelstunde zur Pause schlägt und wir den Seminarraum verlassen, vibriert das Monster in Toffer B.s Tasche, er drückt auf den grünen Kopf und die Mutation beginnt. Erst erhöht sich seine Stimme um einige Oktaven, dann zappelt er herum und lässt die geschockt umstehenden Kommilitonen seine Sachen tragen, schließlich bringt er nur noch alle 2 Minuten ein “Nnnne?!” heraus. (daher auch: “Nnnne?!”-Monster) Das Gruselige daran ist, 1. dass Toffer von seiner Mutation bis vor kurzem nichts gemerkt hat und 2. dass ein Großteil der deutschen Bevölkerung davon betroffen ist.Okay, vielleicht habe ich ein wenig übertrieben – das ändert jedoch nichts an dem Ernst und der Relevanz des gesellschaftlichen Mißstandes: Diese gespielte Überfreundlichkeit am Telefon, die extremst hohe Stimme und jeder – wirklich jeder – Satz endet mit “…, nnnne?!”. Das “Wir schaffen das schon, nnnne?!” oder “Dann hätten wir das also geklärt, nnnne?!” wird jeder kennen. Ein einfaches “…, ne?!” reicht vollkommen aus. Ich verstehe nicht, wieso man den Gesprächspartner in den Wahnsinn treiben und “nnnne?!” sagen muss.Nun: Toffer B. hat inzwischen von seinem Fehler gelernt und ist auf bestem Wege zur Genesung.
Werfen wir das “Nnnne?!” zu den anderen Unwörtern/-lauten der deutschen Sprache zu “halt”, “emmm” und “sozusagen.”

Nnnne, Toffer?!

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